Da konnten sie noch lachen: die VfB-Profis vor dem Anpfiff bei der AS Rom. Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Aller Voraussicht nach muss der VfB in den Play-offs der Europa League ran. Wir haben die wichtigsten Infos – auch zu den Möglichkeiten, doch noch direkt ins Achtelfinale einzuziehen.

Eins vorneweg: Es ist extrem unwahrscheinlich, dass der VfB Stuttgart nach seiner 0:2-Niederlage bei der AS Rom am Donnerstagabend noch den Sprung auf (mindestens) Platz acht und damit den direkten Einzug ins Achtelfinale der Europa League schafft. Die wahrscheinlichere Variante ist vor dem letzten Spiel der Ligaphase am nächsten Donnerstag gegen Young Boys Bern, dass die Weiß-Roten am 19. und 26. Februar in die Play-offs müssen (Hin-und Rückspiel).

Aber: die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Weshalb wir im großen Überblick, wie es jetzt für das Team aus Cannstatt in den kommenden Wochen in Europa weitergeht und weitergehen kann, auch die Möglichkeit des direkten Achtelfinal-Einzugs selbstredend darstellen.

Die Konstellation Die Ausgangslage ist so vertrackt wie einfach: Der VfB steht vor dem letzten Spieltag mit zwölf Punkten auf Rang 13 der Tabelle – und muss damit, um noch auf den begehrten achten Platz zu springen, noch fünf Teams überholen. Darunter sind mit Betis Sevilla und dem FC Porto (Tabellenachter- und Neunter) zwei Teams, die jeweils 14 Punkte haben. Auch kann der VfB theoretisch noch die zwei Teams überholen, die aktuell 15 Punkte haben, das sind die AS Rom und Ferencvaros Budapest.

Die Hoffnung Fakt ist: Keines der sieben Teams, die vor dem VfB stehen und für die Weiß-Roten theoretisch noch einzuholen sind, darf gewinnen – bis auf das aktuell punktgleiche Paok Saloniki, hier geht es am Ende womöglich ums Torverhältnis im direkten Vergleich. Und: Celta Vigo und der FC Bologna, die aktuell aufgrund des minimal schlechteren Torverhältnisses punktgleich hinter dem VfB stehen, können bei einem jeweils höheren Sieg sogar noch an den Stuttgartern vorbeiziehen. Roter Stern Belgrad (13 Punkte) und Celta Vigo (12) duellieren sich am letzten Spieltag. Ansonsten gibt es keinerlei direkte Duelle der Clubs, die für den VfB theoretisch noch einzuholen wären.

Der Gegner Und, was klar ist: Ein Sieg gegen Bern am Donnerstag ist die Grundvoraussetzung für das Team von Sebastian Hoeneß, um überhaupt an den direkten Achtelfinal-Einzug denken zu können. Die Young Boys ihrerseits haben als aktueller Tabellen-23. zwei Punkte Vorsprung auf den 25. und damit die magische Trennlinie – sie kämpfen damit ihrerseits in Stuttgart um ihre Teilnahme an den Play-offs (alle Teams von Platz 25 an scheiden nach der Ligaphase aus; die Teams von den Plätzen neun bis 24 spielen die Play-offs).

Die Play-offs Die Teilnahme daran hat der VfB mit einem Vorsprung von fünf Punkten auf den Tabellen-25. Ludogorez Rasgrad bereits sicher. Die Hinspiele würden am Donnerstag, 19. Februar, steigen, die Rückspiele eine Woche später am 26. Februar.

Das Prozedere Die Auslosung der Play-offs findet am Freitag, 30. Januar, um 13 Uhr in Nyon/Schweiz statt. Die Vereine bilden bei dieser Auslosung anhand ihrer jeweiligen Platzierungen am Ende der Ligaphase vier gesetzte Paare (also Vereine auf den Plätzen 9 und 10, 11 und 12, 13 und 14 sowie 15 und 16) und vier nicht gesetzte Paare (Plätze 17 und 18, 19 und 20, 21 und 22 sowie 23 und 24).

Die Clubs jeder gesetzten Paarung werden in die K.-o.-Runde gelost, wo sie gegen die Clubs jeder ungesetzten Paarung antreten: Clubs 9 oder 10 also gegen Clubs 23 oder 24, Clubs 11 oder 12 gegen Clubs 21 oder 22, Clubs 13 oder 14 gegen Clubs 19 oder 20 und Clubs 15 oder 16 gegen Clubs 17 oder 18. Das klingt etwas kompliziert, ist aber doch recht simpel. Wenn der VfB also wie jetzt auf Rang 13 bliebe, würde er Stand jetzt entweder auf den aktuellen Tabellen-19. Panathinaikos Athen oder den 20. Dinamo Zagreb treffen.

Das Heimrecht Die gesetzten Teams haben jeweils im Rückspiel Heimrecht – der VfB sollte, um dieses Privileg genießen zu können, nach dem letzten Spieltag also zumindest auf Rang 16 stehen. Und: In den Play-offs können Mannschaften auf andere Teams aus demselben nationalen Verband treffen (der aktuelle Tabellendritte SC Freiburg/17 Punkte aber hat die direkte Teilnahme am Achtelfinale fast sicher). Die Vereine können in den Play-offs auch auf Gegner treffen, gegen die sie bereits in der Ligaphase gespielt haben.