Sven Mislintat und der VfB Stuttgart durchleben im Zuge der Corona-Krise schwierige Zeiten. Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Wie geht es beim VfB Stuttgart im Zuge der Corona-Krise weiter? Sportdirektor Sven Mislintat hat sich nun über mögliche weitere Konsequenzen aus der derzeitigen Situation geäußert.

Stuttgart - Sportdirektor Sven Mislintat hält im Zuge der Coronavirus-Krise einen Transfer-Verzicht beim VfB Stuttgart für denkbar. „Wir werden ganz sicher nicht jetzt Einsparungen vornehmen und dann Spieler verpflichten, die Millionen kosten“, sagte Mislintat dem „Kicker“.

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Der schwäbische Fußball-Zweitligist hat seine Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt, die Profis und die Clubführung verzichten auf Gehalt. „Es gilt, alle zu stützen, zu unterstützen und zu stärken. Dafür nehmen wir auch in Kauf, uns nicht zu verstärken, bevor wir nicht der Gruppe zurückgegeben haben, was sie dem Club gab“, sagte der 47-Jährige.

Nur wenige Spieler bald ohne Vertrag

Der Aufstiegsmitfavorit könnte seinen Zweitliga-Topkader auch in der kommenden Saison weitestgehend beisammen halten. Nur Torhüter Gregor Kobel, die Verteidiger Nathaniel Phillips und Pascal Stenzel sowie Stürmer-Routinier Mario Gomez haben beim VfB keinen Vertrag für die nächste Spielzeit.

Wie der frühere Bayern-Präsident Uli Hoeneß geht auch Mislintat von Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf den Transfermarkt aus. Er hofft, dass die Zeit von Spielereinkäufen im dreistelligen Millionen-Bereich vorbei ist. „Wenn nicht, müsste man die Beteiligten fragen, ob sie nur annähernd verstanden haben, was gerade passiert“, sagte der VfB-Sportdirektor. „Wenn der Fußball sich jetzt immer noch nicht hinterfragt, wann dann?“

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