Kölns Trainer Lukas Kwasniok geht das Spiel in Stuttgart zuversichtlich an. Foto: IMAGO/Beautiful Sports

Vor der Begegnung in der MHP-Arena ergreifen die Kölner eine besondere Maßnahme, um dem Karnevalstrubel zu entgehen – doch das ist nicht alles, was sich der Coach einfallen lässt.

Gegen die Topgegner der Bundesliga hält der 1. FC Köln in dieser Fußballsaison als Aufsteiger meist gut mit. Ein Punktgewinn sprang bislang jedoch nicht heraus. Zur Kategorie der Topgegner zählen die Rheinländer auch den VfB Stuttgart, bei dem die Geißböcke am Samstagabend (18.30 Uhr/Liveticker) in der Spitzenpartie des 22. Spieltags zu Gast sind.

Beim Aufeinandertreffen in der Vorrunde gingen die Kölner noch früh durch Jakub Kaminski in Führung, doch Ermedin Demirovic und Josha Vagnoman drehten die Partie zugunsten des VfB. „In der Hinserie waren wir gegen die Großen nicht ganz auf Augenhöhe“, sagte der FC-Trainer Lukas Kwasniok nun auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit den Stuttgartern. Das 1:2 gegen Leipzig, bei dem man gut mitgespielt habe, sei jetzt ein weiterer Fortschritt gewesen.

Dabei geht es dem Übungsleiter nicht zwingend um das Ergebnis, sondern vor allem um die Art und Weise des Spiels. „Wir können nur die Leistung beeinflussen – indem wir das Maximum geben. Das Ergebnis aber nicht zwangsläufig“, führte Kwasniok aus. Es fehle aber nicht viel, um ein solches Spiel auch mal zu gewinnen.

Für die Begegnung in der MHP-Arena ergreift der „Effzeh“ besondere Maßnahmen. Um jegliche Karnevalsablenkung zu umgehen, ging es für die Mannschaft bereits am Donnerstag nach Frankfurt, um dort am Freitag das Abschlusstraining zu absolvieren. „Die Ablenkungsgefahr ist in dieser Zeit groß“, erklärte Kwasniok zum bunten Treiben in Köln. Zudem seien die verkürzte Fahrt nach Stuttgart und die kürzere Verweildauer an einem Ort weitere Gründe für die außergewöhnliche Entscheidung.

Personell wird Kwasniok weiter auf den von Manchester City ausgeliehenen Jahmai Simpson-Pusey verzichten müssen. Der Innenverteidiger fällt seit einigen Wochen aufgrund einer Oberschenkelverletzung aus. Gute Nachrichten gibt es aus Sicht der Kölner dagegen in der Offensive. „Said El Mala und Ragnar Ache konnten am Mittwoch vollumfänglich trainieren“, sagte Kwasniok. Die beiden Offensivspieler beendeten die Partie gegen Leipzig noch angeschlagen.