Für den Stürmer kann am Dienstag der WM-Traum mit Bosnien-Herzegowina wahr werden. Auch bei anderen VfB-Profis stehen Entscheidungen mit ihren Nationalteams an.
Die Blicke von Ermedin Demirovic gehen nach Wien – auch wenn der Stürmer des VfB Stuttgart verletzungsbedingt nicht eingreifen kann. Um 20.45 Uhr steigt am Dienstagabend im Ernst-Happel-Stadion das Endspiel für Bosnien-Herzegowina um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im kommenden Sommer: Gewinnt das Team in Österreich, springt es vom zweiten auf den ersten Platz der Qualifikationsgruppe und ist bei der Endrunde dabei. Spielt es remis oder verliert, geht es im März in die Play-offs. Es wäre erst die zweite WM-Teilnahme für das Land nach 2014, wobei sich Demirovic keine Sorgen um eine Nominierung machen müsste: War er fit, wurde er in den vergangenen Jahren stets nominiert.
Nikolas Nartey und Dänemark brauchen einen Punkt in Schottland
Etwas anders sieht das bei weiteren VfB-Profis aus, deren Kaderplatz deutlich unsicherer ist und die am Dienstag (Anstoß jeweils 20.45 Uhr) ebenfalls mit ihren Ländern um das WM-Ticket spielen. Nikolas Nartey braucht mit Dänemark ein Remis in Schottland, um den ersten Platz zu halten und sich direkt zu qualifizieren. Der Stuttgarter ist erstmals nominiert, zum Einsatz kam er bislang noch nicht.
Weitaus weniger spannend ist die Konstellation andernorts: Die Türkei – bei der VfB-Kapitän Atakan Karazor am Wochenende debütierte – müsste mit sieben Toren Unterschied in Spanien gewinnen, um auf den ersten Tabellenplatz zu springen. Da dies rein theoretischer Natur ist, geht es für die Mannschaft mit großer Wahrscheinlichkeit in die Play-offs. Die Schweiz wiederum wird diese wohl vermeiden: Die Mannschaft müsste mit sechs Toren Unterschied beim Team des Kosovo verlieren, um noch auf Platz zwei abzurutschen. Ein VfB-Profi steht nach der verletzungsbedingten Abreise von Luca Jaquez nicht mehr im Kader.