Drittes Bundesligaspiel – und wieder eine neue Konstellation in der Stuttgarter Innenverteidigung. Wird die Kombination Jeff Chabot und Finn Jeltsch nun zum Stammpärchen?
Er hat aufgrund von Adduktorenbeschwerden die Pokalpartie in Braunschweig (12:11 n.E.) sowie das Ligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach (1:0) verpasst, für den Auswärtsauftritt des VfB Stuttgart am dritten Spieltag der Fußball-Bundesliga an diesem Samstag (15.30 Uhr) beim SC Freiburg ist Abwehrchef Jeff Chabot aber rechtzeitig wieder fit geworden und wird daher auch in der Startaufstellung stehen.
Allerdings bekommt der Ex-Kölner einen anderen Partner an die Seite gestellt als in seinen beiden bisherigen Pflichtspielen der Saison im DFL-Supercup gegen den FC Bayern München (1:2) sowie zum Ligastart bei Union Berlin (1:2), wo Luca Jaquez sein Nebenmann gewesen ist. Nun ist dies erstmals in dieser Runde für Chabot wieder Finn Jeltsch, der frisch gekürte Kapitän der deutschen U21-Nationalelf.
„Nach seiner Operation braucht Luca noch eine Trainingswoche, um wieder voll einsatzbereit zu sein“, sagt der VfB-Trainer Sebastian Hoeneß zum Status quo von Jaquez, der nach einer guten Vorbereitung an Jeltsch vorbei gezogen war, sich dann aber das Nasenbein gebrochen hatte – und derzeit mit einer Gesichtsmaske aus Carbon trainiert.
Dritte Bundesliga-Partie, drittes Innenverteidiger-Pärchen lautet somit die Losung beim VfB, der in Berlin mit der Kombination Chabot/Jaquez und gegen Gladbach mit dem Duo Ramon Hendriks/Jeltsch auf den Platz kam. Wird nun also die Kombination aus Jeff Chabot, der bereits in der Vorsaison der unverrückbare Eckpfeiler hinten drin beim VfB gewesen ist, mit Youngster Jeltsch das neue Stammpärchen in der Innenverteidigung des VfB?
„Man darf nicht vergessen, dass Finn ein ganz junger Bursche ist, der einen Raketenstart hingelegt hat. Er hatte in der Vorbereitung ein paar gesundheitliche Themen – aber auch eine kleine Leistungsdelle, was bei einem so jungen Spieler ja normal ist. Doch jetzt ist er wieder zurück. Dass er bei der U21 von Beginn an gespielt hat und als Kapitän auch gleich Verantwortung übernehmen durfte, das hat ihm gutgetan“, lobt Chefcoach Hoeneß den 19 Jahre jungen Jeltsch, der bis auf weiteres im Duell mit dem zweiten Winter-Neuzugang Luca Jaquez – wie über weite Strecken der vergangenen Rückrunde – wieder leicht vorne liegen dürfte.
Bisher profitiert der VfB bei den steten Rochaden in seinem Abwehrzentrum aber auch von den Qualitäten seines Edeljokers Ramon Hendriks, der stets äußerst zuverlässig aufspielt, wenn er gefragt ist. Dazu obendrein von der Tatsache, dass bisher immer mindestens einer der drei Spitzenkräfte, also Chabot, Jacquez und Jeltsch, fit war.
Doch über die Saison hinweg gesehen mit ihrem Tanz auf drei Hochzeiten und dem prallvollem Spielkalender könnte dies bei weiteren Ausfallzeiten quantitativ zu wenig sein. Allerdings gibt es mit Ameen Al-Dakhil und Dan-Axel Zagadou zwei weitere Innenverteidiger im Stuttgarter Kader, die bisher zusammen genommen bei vier Spielminuten (Zagadou im Pokal in Braunschweig) stehen – und daher für keine Entlastung sorgten.
Während man bei Zagadou, der in dieser Woche mal individuell und dann wieder mit der Mannschaft trainierte, weiterhin aus Nummer sicher geht und nach zwei Knieoperationen die Belastung nur ganz langsam steigert, steht die Rückkehr des Sorgenkindes Al-Dakhil offenbar kurz bevor. „Er braucht noch eine Woche Training, dann dürfte auch er soweit sein“, legt Hoeneß bei dem Belgier dieselbe Messlatte an wie bei Jaquez.
Bis sowohl Ameen Al-Dakhil wie auch Dan-Axel Zagadou allerdings zu echten Alternativen fürs Abwehrzentrum werden, dürfte es noch eine ganze Weile dauern.