Mehrere Tausend Beamtinnen und Beamte waren wegen des Spiels in der Stadt im Einsatz. Foto: dpa/Marijan Murat

Auch am Donnerstag ging es ruhig zu in der Stadt. In der Nacht war es zu ein paar Zwischenfällen gekommen – aber zu keinen Übergriffen.

Die größte Befürchtung der Sicherheitskräfte hat sich nicht bewahrheitet – am Tag des Spiels von Maccabi Tel Aviv gegen den VfB Stuttgart ist es zu keinen Gewalttaten in der Stadt gekommen (Stand 23 Uhr Donnerstagabend). Weder von den Fans des Gästeclubs ausgehend, in deren Reihen es auch gewaltbereite Personen geben soll, noch Übergriffe auf die Gäste aus Israel in der Stadt.

Doch spurlos und ganz ohne Anfeindungen ist der Tag nicht vorbeigegangen. Am Donnerstagmorgen erlebten etwa die Mitarbeitenden eines Reisebüros, das auf Israel-Reisen spezialisiert ist, ein böses Erwachen. Schon vor Geschäftsbeginn rückte die Polizei an. Am Haus waren große Plakate mit der Aufschrift „Ab sofort geschlossen“ und „Nach Palästina ausgewandert“ angebracht, bestätigte ein Sprecher der Polizei.

In Untertürkheim wurde ein zehn Meter großes Graffiti in einem Fußgängertunnel entdeckt. Neben „Free Gaza“ stand dort eine Beschimpfung der israelischen Fans als „IDF Hools“. IDF ist die Abkürzung der israelischen Streitkräfte (Israel Defense Forces), Hools steht für Hooligans, also gewaltbereite Fußballfans.

Beim Hoppenlaufriedhof (Stuttgart-Mitte) hingen Plakate mit deutschen und arabischen Botschaften. Auch hier ging es um Kritik an der Teilnahme der Manschaft aus Israel an der Euro-League. Solche tauchten auch am Pragsattel und nahe der Universität Vaihingen auf. „Maccabi raus aus Stuttgart“ stand auf einem mehrer Meter messenden Transparent, das in Bad Cannstatt aufgehängt worden war.