Wegen der anhaltenden Trockenheit kam es zu einer Verunreinigung im Altbacher Hochbehälter. Das Wasser wird vorsorglich gechlort. Foto: imago images/photothek/Thomas Trutschel

Die Chlorzugabe ist laut der Altbacher Gemeindeverwaltung eine reine Vorsichtsmaßnahme. Eine gesundheitliche Gefährdung könne ausgeschlossen werden, erklärt Jens Korff, der Altbacher Ortsbaumeister.

Noch keine Entwarnung aus Altbach: Das Trinkwasser, das die in der sogenannten Niederzone lebenden Bürgerinnen und Bürger beziehen, müsse vorsorglich weiter gechlort werden, teilt die Gemeindeverwaltung mit. Wegen der anhaltende Trockenheit und den sehr geringen Niederschlägen sei es im Brunnen zu einem erhöhten Schmutzeintrag gekommen, begründet Jens Korff, der Altbacher Ortsbaumeister, den mit dem Gesundheitsamt des Esslinger Landratsamts abgestimmten Schritt. Wegen des erhöhten Schmutzeintrags im Eigenwasser sei der Brunnen leer gelaufen. Dadurch sei eine Kammer im Hochbehälter verunreinigt worden. Den Brunnen für die Eigenwasserversorgung habe man mittlerweile von der Niederzone getrennt und den Hochbehälter gereinigt.

Betroffen sind die Altbacher Bürger im Neckartal

Das Wasser in der Niederzone werde weiter regelmäßig untersucht. Vorsorglich gebe man in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt zur Desinfektion eine geringe Menge Chlor zu. Wie lange das noch der Fall sein wird, ist bislang unklar. Doch beruhigt Korff: Das Trinkwasser könne uneingeschränkt genutzt werden. Eine gesundheitliche Gefährdung könne ausgeschlossen werden.

Am Donnerstag, 25. August, hatte die Altbacher Gemeindeverwaltung die Bewohnerinnen und Bewohner der 5800-Einwohner-Gemeinde über die vorsorgliche Chlorzugabe informiert. Von 0,3 Milligramm pro Liter freies Chlor war die Rede. Betroffen ist nur die Niederzone der Kommune, sprich, der Bereich im Neckartal.

Wasserleitungen sollten gut durchgespült werden

Den Verbrauchern rät das Gesundheitsamt, die Trinkwasserleitungen kalt gut durchzuspülen, bis das Wasser eine gleichbleibende Temperatur hat. Es könne zu leichten Geruchs- und Geschmacksveränderungen kommen.

Anfang August gab es ähnlich Probleme im Esslinger Norden. Zunächst wurde auch dort gechlort. Wegen coliformer Bakterien musste das Wasser später abgekocht werden. Einige Tage später gab es Entwarnung.