Am Hartmannswillerkopf übergibt Winfried Kretschmann dem Präsidenten des Nationaldenkmals, Jean Klinkert, Skizzen des Bergs, gefertigt vom Bruder der Großmutter seiner Frau, der im Ersten Weltkrieg in den Gefechten dort gefallen ist. Foto: Marijan Murat/dpa

Im Elsass begibt sich Ministerpräsident Kretschmann in einen Spagat – zwischen Erinnerung an die Schrecken des Ersten Weltkriegs und der neuen Bedrohung durch Putin.

Es sind diese Bilder, die sich aus Geschichtsbüchern und Filmen in das kollektive Gedächtnis Deutschlands und Frankreichs eingebrannt haben: Schützengräben, Granatexplosionen, erbitterte Kämpfe Mann gegen Mann. Am Hartmannswillerkopf in den Südvogesen wurden die Schrecken des Ersten Weltkriegs offenbar. „Menschenfresserberg“ wird der Gipfel genannt. Tausende fanden an den Hängen in einem zermürbenden Stellungskrieg vor allem 1915 den Tod. Im Besucherzentrum beschreibt eine Tonaufnahme von Zeitzeugen, wie Deutsche und Franzosen den hart umkämpften Gipfel in den Südvogesen mit Seilbahnen, Artillerie und mit Flammenwerfern zu erobern versuchten: eine Materialschlacht – teils für wenige Meter Geländegewinn.

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