Kita-Plätze sind begehrt, zusätzliche pädagogische Fachkräfte rar. Foto: dpa/Monika Skolimowska

Die Öffnungszeiten der Kitas werden im ganzen Landkreis reduziert. Als Grund wird unisono Personalmangel angegeben. Zugleich soll die gekürzte Betreuung mehr Kindern einen Kita-Platz ermöglichen. Damit geraten Zielsetzungen in Konkurrenz.

Wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot, dreht man an einer stets begrenzten Zahl von Stellschrauben. Im Fall mangelnder Kita-Plätze gibt es genau vier: Reduzierung der Öffnungszeiten, Veränderung des Personalschlüssels (also mehr Kinder pro pädagogischer Fachkraft), mehr Personal – oder höhere Gebühren für die Eltern. Letztere „Schraube“ bewirkt, von ihrer Konfliktträchtigkeit ganz abgesehen, kaum eine Problemlösung durch reduzierte Nachfrage: Die Eltern bringen – zähneknirschend oder wie auch immer – ihren Nachwuchs trotzdem, weil sie es müssen oder wollen. Zudem wären die sozialen Kollateralschäden wirksam erhöhter Preise enorm, weil gerade Kinder aus einkommensschwachen und bildungsfernen Familien „am stärksten vom Kita-Besuch profitieren“, sagt Romano Sposito vom Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Kitaverbands. Nicht auszuschließen ist allerdings ein „Dann-lieber-daheim-lassen“-Effekt im Krippenbereich, also bei den unter dreijährigen Kindern, wo laut Sposito „die Ganztagsplätze in manchen Gemeinden relativ teuer sind“.

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