Nachdem sich Anwohner beschwert haben, diskutiert der Gemeinderat in Aichwald wieder über Geschwindigkeitsbegrenzungen im Ort.
Noch im Mai hatte es so ausgesehen, als wollten die Aichwalder Gemeinderäte auf den Durchgangsstraßen der einzelnen Ortsteile keine Geschwindigkeitsbegrenzungen. Jedenfalls hatte sich eine Mehrheit der Räte dagegen entschieden, den bestehenden Lärmaktionsplan (LAP) entsprechend zu ändern.
Das Gremium hatte sich seinerzeit mit dem Thema befassen müssen, nachdem das Land Baden-Württemberg im Rahmen seiner Lärmkartierung den Lärm entlang der Landesstraßen neu berechnet hat. Nach dieser Neuberechnung waren plötzlich in Aichschieß und in Schanbach entlang der Ortsdurchfahrten rein rechnerisch mehr Menschen von noch größerem Verkehrslärm betroffen. Dass im Mai nur die Situation in diesen beiden Ortsteilen diskutiert wurde, hatte daran gelegen, dass nur dort die Durchgangsstraßen als Landesstraßen ausgewiesen sind.
Nachdem sich im Nachgang auch einige Anwohner aus anderen Ortsteilen im Rathaus über zu lauten Verkehrslärm beschwert hatten – allein im Ortsteil Aichelberg hatten sich 35 Anwohner der Schurwaldstraße zu Wort gemeldet –, hat die Verwaltung das Thema dem Gemeinderat noch einmal vorgelegt.
Entgegen ihrer bisherigen Haltung signalisierten die Räte nun, sich Tempolimits vorstellen zu können und beauftragten die Verwaltung, Messungen durchzuführen und entsprechende Daten auch dort zu erheben, wo es sich nicht um Landesstraßen handelt. Die Daten sind die Voraussetzung dafür, dass das Landratsamt in Esslingen möglichen Tempolimits überhaupt zustimmt. Zur Diskussion stehen Reduzierungen des Limits auf Tempo 30 oder 40.