Die Nina-App hat am frühen Montag vor Risiken im Straßenverkehr wegen gefrierender Nässe im Kreis Esslingen gewarnt. Tatsächlich gab es einen Glätteunfall auf der Brücke in Reichenbach.
Auch im Kreis Esslingen lief am Sonntag und am Montag in den frühen Morgenstunden über die Nina-Warn-App eine Glatteis-Warnung. Wegen des anhaltenden Regens und Temperaturen um den Gefrierpunkt waren die Straßen und Gehwege zeitweise glatt. „Es gab kaum Unfälle, da die Straßenmeistereien und auch die Verkehrsteilnehmer vorgewarnt waren“, zog ein Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen gestern ein positives Fazit. Einen Glätteunfall meldete die Polizei aus Reichenbach.
Ein 29-Jähriger fuhr gegen 5.20 Uhr mit seinem Wagen auf der Saint-Savine-Brücke. Auf glatter Fahrbahn geriet sein Fahrzeug ins Schleudern und touchierte die Leitplanke. Der Wagen wurde im Anschluss abgeschleppt. Auf Brücken kommt es nach den Worten des Polizeisprechers „immer wieder zu unerwarteter Glatteisbildung“. Dass die Unfallbilanz im Kreis Esslingen vergleichsweise gut ausfiel, liegt nach seinen Worten an der guten Information. Auch in den Höhenlagen der Schwäbischen Alb war die Lage laut Polizei ruhig. Weil schon Tage zuvor klar war, dass gefrierende Nässe zu erwarten ist, waren die Streufahrzeuge in Bereitschaft. Viele Straßen waren bereits am Sonntag gestreut, noch bevor Regen und Graupelschauer einsetzten.
Obwohl die Temperaturen vor allem tagsüber wieder etwas milder werden, ist auch am Dienstag gefrierender Regen angesagt. Am Mittwoch könnte es im Kreis Esslingen sogar schneien. Über die Nina-Warn-App bekommen die Nutzer nicht nur die Daten des Deutschen Wetterdiensts geliefert. Es gibt auch Tipps, wie man sich bei Glatteis richtig verhält. Langsam und mit dem nötigen Abstand zu fahren, ist gerade jetzt wichtig.
Wetterdienst rät, auf Autofahrten möglichst zu verzichten
„Autofahrten möglichst vermeiden“, rät der Deutsche Wetterdienst. „Wer jetzt noch keine Winterreifen hat, sollte sie schnellstens aufziehen“, sagt der Polizeisprecher. Wer jetzt noch mit Sommerreifen unterwegs sei, bringe sich und andere in Gefahr. Wenn im Winter unerwartet Blitzeis die Straßen zu spiegelglatten Rutschbahnen macht, häufen sich nach seinen Worten die Unfälle. Auch für Fußgänger bergen dann Gehsteige und Übergänge Gefahren. Gerade für ältere Menschen steigt die Sturzgefahr da erheblich.