Die Architects for Future fordern den Erhalt von alter Gebäudesubstanz auf dem Hochschulgelände auf der Esslinger Flandernhöhe. Foto: Roberto Bulgrin

Die Architects for Future nehmen die Pläne für das alte Hochschulgelände auf der Flandernhöhe in Esslingen unter die Lupe. Dort soll ein neues Wohnquartier entstehen. Die Gruppe fordert, dass alte Gebäudesubstanz erhalten bleibt. Bei einer Veranstaltung am 28. Januar lädt sie zu einem Rundgang mit Diskussion vor Ort ein.

Zum Sommersemester 2026 soll die Hochschule Esslingen in ihr neues Domizil in der Neuen Weststadt ziehen. Dann wird auf der Flandernhöhe ein sieben Hektar großes Areal frei. Hier könnten eines Tages bis zu 650 Wohneinheiten entstehen. Vor diesem Hintergrund laden die Architects for Future Esslingen an diesem Dienstag, 28. Januar, zu einer Veranstaltung vor Ort ein.

Noch gibt es keine konkreten Pläne der Stadt für das Areal, denn erst in den kommenden Wochen präsentieren mehrere Planungsbüros, die zu einem Werkstattverfahren eingeladen worden waren, ihre Entwürfe. Aus Sicht der Architects for Future höchste Zeit, sich darüber zu informieren, welche Ziele die Stadt mit dem aktuell laufenden Wettbewerb verfolgt, welche Chancen sich ergeben. Aber auch darüber, „was im Moment noch in die falsche Richtung zu laufen scheint“.

Auf der Flandernhöhe gibt es auch viel Kunst, hier Horst Kuhnerts „Raumkörper 78“ . Foto: Roberto Bulgrin

Die Esslinger Ortsgruppe der Architects for Future hat sich im Mai 2024 konstituiert. Die Mitglieder fühlen sich den Zielen von Fridays for Future verbunden – angewandt auf die Herausforderungen im besonders klimaschädigenden Bausektor. Als Aufgabe sehen sie den Aufbau von Bewusstsein in der Branche hin zu mehr Erhalt von alter Gebäudesubstanz und ökologischen Methoden und Materialien.

Ein Rundgang durch den Gebäudekomplex

Bei der Veranstaltung am Dienstag soll auf eine kurze Einführung in die Geschichte des Areals eine Führung durch den weitläufigen Gebäudekomplex folgen. Stationen der Tour sind den Architects for Future zufolge „architektonische Highlights“ wie die Mensa und die Aula, ebenso wie Bereiche, die man normalerweise nicht zu sehen bekomme.

Nach dem Rundgang wirft die Veranstaltung einen Blick auf den Planungswettbewerb. Aus Sicht der Architects for Future kommen in der dafür von der Stadt definierten Aufgabenstellung mehrere Punkte zu kurz. Sie fordern ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz bei der Transformation des Areals – vor allem, in dem die vorhandenen Gebäude weitgehend erhalten bleiben.

Zum Abschluss ist eine Diskussionsrunde geplant, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fragen stellen und ihre Meinung äußern können. Diese wollen die Veranstalter dann in den politischen Entscheidungsprozess einbringen.

Treffen ist um 17.15 Uhr im Foyer des Seminargebäudes, auch „Akropolis“ genannt. Die Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr im Raum F01.406 im vierten Stock. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.