Demnächst wieder an der Tagesordnung: S-Bahnen fahren nicht, der Ansturm auf den Schienenersatzverkehr ist riesig. Foto: Eva Schäfer

Der Bahnverkehr auf Rems- und Murrbahn ist eine tägliche Zumutung. Eine von CDU-Politikern initiierte Diskussionsveranstaltung sucht nach Gründen und Lösungen.

Kein Tag vergeht derzeit, an dem nicht Regionalzüge ausfallen, S-Bahnen eine halbe Stunde dem Fahrplan hinterherfahren, sich die Passagiere in überfüllte, weil viel zu kurze Züge quetschen müssen, Pendler ihre Anschlüsse wegen der vermeintlichen Bummelei und Stau auf der Strecke verpassen. Oder dass, wie demnächst, man vom Rems-Murr-Kreis aus den Weihnachtsmarkt in Stuttgart nur mit einer durch die Straßen zuckelnden, lahmen Ersatzbuslinie erreichen kann, weil die S-Bahn-Strecke wochenlang gesperrt ist.

Der Bahnverkehr auf der Remsbahn und der Murrbahn ist für viele zur täglichen Zumutung geworden. Ab Dezember verschärfen Bauarbeiten und Totalsperrungen der DB die Lage im Bereich des Verkehrsverbunds Stuttgart (VVS) weiter – mit spürbaren Folgen für Pendler, Familien, Schüler, Unternehmen und Kommunen. Schienenersatzverkehr heißt das Stichwort.

Ursachen klären, Lösungen anstoßen

Um diese Kalamitäten, deren Verursacher und mögliche Lösungen soll es in einer Diskussionsveranstaltung gehen, die von den Organisatoren als 1. Mobilitätstreff im Rems-Murr-Kreis angekündigt wird. Fragender Titel des Abends: „Wie geht es weiter auf der Schiene?“

Veranstalter sind die CDU-Mandatsträger im Rems-Murr-Kreis, also die christdemokratischen Bundes-, Landes-, Kreis- und Lokalpolitiker. In einem offenen Austausch will man „Ursachen klären, Zuständigkeiten benennen, Lösungen anstoßen – für verlässliche Mobilität und neues Vertrauen in die Schiene.“

Diskutiert wird im Feuerwehrmuseum beim Bahnhof Winnenden

Der 1. Mobilitätstreff, zu dem die interessierte Öffentlichkeit auch jenseits von CDU-Funktionären oder Anhängern eingeladen ist, findet am Dienstag, 18. November, ab 18 Uhr statt. Schauplatz ist ein verkehrlich sinnvoll ausgewählter Ort, zumindest, sofern die S3 nach Backnang nicht schlapp macht: Es ist das Feuerwehrmuseum in der Bahnhofstraße 2, direkt neben dem Bahnhof Winnenden (Rems-Murr-Kreis).

Impulsbeiträge liefern Steffen Bilger (Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Annamaria Dahlmann (Leiterin Betrieb InfraGO Südwest bei der Deutschen Bahn), Arno Beugel als Geschäftsführer COO Arverio Deutschland GmbH, der Leitende Direktor Bereich Wirtschaft und Infrastruktur beim Verband Region Stuttgart, Jürgen Wurmthaler, sowie Rems-Murr-Landrat Richard Sigel.