Die Reparatur der Löcher kostete die Stadt gut 2500 Euro. Foto: Stadt Vaihingen an der Enz

Die Stadt Vaihingen an der Enz hat Strafanzeige gestellt, nachdem mehrfach Löcher in den Boden der Parkouranlage gebrannt wurden. Zudem wird eine Bank entfernt.

Der Stadt Vaihingen an der Enz hat eine Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt, nachdem die Parkouranlage am neuen Radweg nun bereits mehrfach beschädigt worden ist. Zudem soll eine Bank, die bisher am dortigen Rewe-Markt aufgestellt war, einen neuen Standort finden. Damit will die Verwaltung laut einer Pressemitteilung mehr Ruhe in das Areal bringen, das zuletzt eher negativ aufgefallen ist.

Reparatur des Tartanbodens kostet 2500 Euro

Die Parkouranlage inklusive Kinderspielplatz am ehemaligen Rüben-Verladeplatz ist vor gut einem Jahr eingeweiht worden. Mittels eines Bundesprogramm konnten 90 Prozent der Kosten gedeckt werden, der TV Vaihingen hatte der Stadt zudem 20 000 Euro gespendet. „Umso größer ist nun auf allen Seiten die Enttäuschung“, so die Stadt, dass Bauhofmitarbeiter gleich zwei Schäden am Fallschutzboden entdeckt haben.

Um die Verletzungsgefahr zu minimieren, wurde der Bereich mit einem teuren Tartanboden ausgestattet. Anfang Juni war dieser das erste Mal beschädigt worden. „Offenbar hatte jemand ein etwa 15 Zentimeter großes Loch in den Belag gebrannt“, so Jochen Boger, Amtsleiter Technische Dienste. Wenige Tage später tauchte dann ein zweites Loch auf. Die Anlage musste kurzzeitig gesperrt, der Schaden für 2500 Euro von einer Fachfirma repariert werden. Die Polizei sucht nun Zeugen, die die Vorfälle beobachtet haben könnten. Hinweise gehen an Telefon 0 70 42 / 94 10.

Bauhof musste nach Partys aufräumen

„Wir sind nicht bereit, die Situation in diesem Abschnitt des neuen Radweges hinzunehmen“, so Oberbürgermeister Uwe Skrzypek. Außer vermehrten Kontrollen müsse es auch eine soziale Kontrolle durch Anwohner, Passanten und Eltern geben. Zu den Maßnahmen gehöre aber auch die erwähnte Entfernung der Ruhebank am Rewe.

Immer wieder sei es hier zu lautstarken Treffen gekommen, der Bauhof musste am nächsten Morgen aufräumen. Mikayil Toy von der Mobilen Jugendarbeit war immer wieder vor Ort, um ins Gespräch zu kommen. Zusätzlich zum vorhandenen Mülleimer wurde ein Aschenbecher aufgestellt. Ohne Erfolg. Toy begrüßt daher die Verlagerung der Bank: „Der Einkaufsmarkt war geradezu eine Einladung, sich günstig mit Alkohol einzudecken und an dieser isolierten Stelle die ganze Nacht zu feiern.“