Spuren der Zerstörungswut: Auf der mit einer Spanplatte abgedeckten Werbetafel auf der Stuttgarter Königstraße hat jemand den Spruch geschrieben: „Create, don’t destroy“ (Erschaffe, zerstöre nicht). Foto: dpa/Marijan Murat

Die Krawalle vom Wochenende haben das Selbstbild der Integrationsstadt Stuttgart beschädigt. Die Polizei sieht Migrantengruppen als Problem.

Stuttgart - Jahrzehntelang galt Stuttgart bei der Integration als vorbildlich in der Republik. Ausschreitungen wie die vom vorigen Wochenende erlebte man hier am Fernsehschirm, wenn es mal wieder krachte in französischen Banlieues oder auch in Hamburg und Berlin. „Noch vor zwei Wochen hätte ich gesagt: In Stuttgart werden keine Autos abgefackelt, hier werden Autos gebaut“, sagt Gari Pavkovic, der ­Integrationsbeauftragte der Landeshauptstadt. Dieses Bild ist seit der Randale in der City beschädigt. „Das erschüttert das Selbstverständnis der Integrationsstadt Stuttgart“, räumt Pavkovic ein. Der Psychologe, der selbst vor 50 Jahren aus Mostar im heutigen Bosnien-Herzegowina nach Deutschland kam und hier Karriere gemacht hat, ist hörbar getroffen. Und ein bisschen ratlos.

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