Jeder Platz zählt: So leben Geflüchtete in Flüchtlingsunterkünften, hier in Bad Cannstatt. Ob es hier sicherer oder besser ist als in einem von der Stadt angemieteten Haus ohne Rollläden, steht zu bezweifeln. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

In der Not – etwa der Not an Unterkünften für Geflüchtete – sollte die Stadt Stuttgart keinen Bürokratismus an den Tag legen. Es gilt zu handeln, kommentiert unsere Redakteurin Andrea Jenewein.

Die Stadt sucht derzeit wieder händeringend Unterkünfte für Geflüchtete, deren Zahl sich im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht hat. Zuletzt waren und sind sogar Turnhallen im Gespräch. Zudem hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe in Berlin gerade verlauten lassen, dass die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland gestiegen ist: Zum Stichtag am 30. Juni 2022 seien 447 000 Menschen wohnungslos gewesen, 2021 waren es noch 268 000. Die Arbeitsgemeinschaft erklärt diesen Anstieg unter anderem mit mehr Geflüchteten – insbesondere aus der Ukraine –, die keine Wohnung hätten.