Auch bei Union Berlin gab es Banner gegen Dietmar Hopp. Foto: dpa/Andreas Gora

Auch bei der Bundesliga-Partie zwischen Union Berlin und dem VfL Wolfsburg gibt es am Sonntagmittag beleidigende Plakate gegen Dietmar Hopp. Das Spiel wird unterbrochen.

Berlin - Wegen erneuter Schmähplakate gegen den Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp ist am Sonntag auch das Bundesliga-Spiel zwischen Union Berlin und dem VfL Wolfsburg unterbrochen worden. Auf dem Banner im Union-Fanblock war das Gesicht des 79 Jahre alten Hopp im Fadenkreuz zu sehen, zudem wurde der Unternehmer übel beleidigt. Schiedsrichter Bastian Dankert schickte beide Mannschaften in die Kabine, Union-Kapitän Christopher Trimmel ging vor den Block und redete mit dem Vorsänger der Fans.

„Bei einer weiteren Aktion dieser Art wird das Spiel abgebrochen“, sagte der Stadionsprecher. „Ihr gefährdet den Erfolg unseres Vereins. Es ist nichts zu gewinnen, auf diese Weise, ich bitte um euer Verständnis.“

Vorfälle am Samstag

Bereits wenige Minuten zuvor waren ein anderes, den DFB angreifendes Banner bei den Köpenickern zu sehen gewesen und die Partie kurzzeitig unterbrochen. Dazu skandierten die Fans: „Ihr macht unseren Sport kaputt.“ Das DFB-Sportgericht hatte zuletzt Anhänger von Borussia Dortmund für zwei Jahre von Auswärtsspielen bei den Hoffenheimern ausgeschlossen. Zuvor hatte der DFB Kollektivstrafen ausgesetzt.

Am Samstag war es bei mehreren Bundesliga-Spielen zu Anfeindungen gegen Hoffenheims Mäzen Hopp gekommen. Die Partie zwischen dem FC Bayern und der TSG 1899 Hoffenheim wurde zweimal unterbrochen, weil mehrere Fangruppen Hopp mit Plakaten und Rufen beleidigten. In den letzten 13 Minuten spielten die beiden Mannschaften nur noch symbolisch den Ball hin und her. Auch bei den Partien von Borussia Dortmund gegen den SC Freiburg und 1. FC Köln gegen den FC Schalke 04 gab es Proteste gegen Hopp und Spiel-Unterbrechungen.

Lesen Sie hier aus unserem Plus Angebot: Kommentar zu der Eskalation um Dietmar Hopp

„Ich verstehe es natürlich ein bisschen, wenn man mit etwas nicht einverstanden ist, dass man sich äußern kann“, sagte Union-Trainer Urs Fischer vor der Partie bei DAZN. Die am Samstag gezeigte Art und Weise passe aber nicht. „Das hat mit Anstand und Respekt zu tun. Wir müssen schauen, dass wir eine Lösung hinbekommen.“

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