Hinter der Tür eines Linienbusses kam eine Frau zu Fall – mit bösen Folgen (Symbolbild). Foto: Leif Piechowski

Eine Frau stürzt in einem Linienbus – und am nächsten Tag ist sie tot. Nun ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft.

Stuttgart - Ein scheinbar harmloser Unfall in einem Linienbus im Stuttgarter Norden hat nun doch schlimmere Folgen: Eine 72-jährige Frau, die am Gründonnerstag, 9. April, in einem Bus der Linie 43 nach einem Bremsmanöver gestürzt war, ist nun mutmaßlich an den Folgen einer nicht entdeckten Verletzung gestorben. Dies teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Besonders tragisch dabei: Die 72-Jährige hatte offenbar eine Untersuchung im Krankenhaus verweigert.

Der Unfall am Donnerstagnachmittag war zunächst nicht der Polizei gemeldet worden. Zunächst hieß es, dass die Frau im Linienbus zwischen den Haltestellen Lindenmuseum und Killesberg im Stuttgarter Norden zu Fall gekommen sei, nachdem der Busfahrer eine Gefahrenbremsung einleiten musste. Ermittlungen ergaben, dass der Fahrer eines Transporters im Bereich Herdweg/Sattlerstraße die Straße gequert und die Vorfahrt des Linienbusses übersehen hatte. Die 72-Jährige hatte sich vor der Haltestelle zum Aussteigen bereit gemacht – und war von dem Bremsmanöver überrascht worden. Wie es heißt, habe die Frau einen Rettungsdienst abgelehnt und habe sich auf den Heimweg gemacht.

Welche Folgen hat das für den Verursacher?

Dort riefen dann aber Nachbarn eine Rettungswagenbesatzung herbei, da die Frau zu Hause über Unwohlsein geklagt hatte. Die 72-Jährige lehnte allerdings erneut eine Mitfahrt in ein Krankenhaus ab. Am nächsten Morgen wurde sie tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Ob der Vorgang nun auch strafrechtliche Konsequenzen für den Autofahrer haben könnte, wird nun ermittelt.

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