Bei dem Unfall kamen drei Menschen ums Leben. Foto: 7aktuell.de/Alexander Hald

Ein 35-jähriger Autofahrer ist am frühen Sonntagmorgen auf der A8 bei Pforzheim unterwegs und wendet. Als Geisterfahrer verursacht er einen Unfall, bei dem er selbst und zwei weitere Menschen ums Leben kommen. Die Polizei sucht Zeugen.

A8 bei Pforzheim - Nach dem schweren Geisterfahrer-Unfall mit drei Toten, der sich am frühen Sonntagmorgen gegen 3.45 Uhr auf der A8 bei Pforzheim ereignet hatte (wir berichteten), hat die Polizei nun neue Erkenntnisse veröffentlicht und sucht Zeugen.

Wie die Beamten melden, konnte die Polizei mittlerweile die Identität der vier Insassen des Renault feststellen, mit dem der 35-jährige Geisterfahrer frontal zusammengestoßen war. Demnach handelt es sich bei dem verstorbenen Fahrer des Renault sowie dessen ebenfalls verstorbenen Beifahrer um zwei 28 beziehungsweise 24 Jahre alte Männer. Hinten im Fahrzeug saßen ein weiterer 28-jähriger sowie ein 33-jähriger Mann, die sich zurzeit schwer verletzt im Krankenhaus befinden. Während bei dem 33-Jährigen derzeit keine Lebensgefahr besteht, liegen über den aktuellen Gesundheitszustand des zweiten Schwerverletzten noch keine genaueren Informationen vor.

Vor dem Unfall hatte ein weiterer Verkehrsteilnehmer den 35-jährigen Unfallverursacher bei der Polizei gemeldet, weil dieser offenbar betrunken in seinem Peugeot unterwegs gewesen sein soll. Die Einsatzkräfte leiteten eine Fahndung nach dem Auto ein, konnten es jedoch zunächst nirgends entdecken. Im Bereich des Autobahnparkplatzes Kämpfelbach soll der 35-Jährige dann sein Fahrzeug gewendet haben, infolgedessen er den schweren Verkehrsunfall zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Ost und Pforzheim-Nord in Fahrtrichtung Karlsruhe verursachte.

Ein Sachverständiger wurde eingeschaltet

Die Hintergründe des schweren Unfalls sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen, auch ein Sachverständiger wurde eingeschaltet.

Die Autobahn in Fahrtrichtung Karlsruhe ist zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Ost und Pforzheim-Nord wegen Aufräumarbeiten derzeit noch komplett gesperrt. Der Verkehr wird über die ausgeschilderte Bedarfsumleitung gelenkt. Die Staulänge in Richtung Karlsruhe beträgt aktuell rund fünf Kilometer. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, diesen Bereich weiträumig zu umfahren.

Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang oder zur Fahrweise des 35-Jährigen machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07231/125810 bei der Autobahnpolizei in Pforzheim zu melden.

  
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