Der neueste Wilhelma-Zuwachs stammt aus dem zweitgrößten Zoo Ungarns Foto: Sóstó Zoo - Sóstó Zoo

Mit dem Jaguareinzug sind alle fünf Großkatzenarten der Welt in der Wilhelma vertreten. Die Wildkatze kann erst nach der Eingewöhnung von den Besuchern betrachtet werden.

Stuttgart (dpa/lsw)Knuffig anzusehen und doch den stärksten Biss aller Raubkatzen: In der Wilhelma wohnt erstmals seit Jahren wieder ein Jaguar. Eine zwei Jahre alte, noch namenlose Jaguar-Katze ist vor kurzem eingezogen, wie Wilhelma-Sprecher Harald Knitter am Mittwoch berichtete. Damit sind wieder alle fünf Großkatzen der Welt in dem Stuttgarter Zoo vertreten - Tiger, Löwe, Leopard und Schneeleopard sind bereits dort zu Hause. Der neue Jaguar kommt aus dem Sóstó Zoo, dem zweitgrößten Zoo Ungarns.

Besucher müssen sich allerdings noch etwas gedulden: «Zur ruhigen Eingewöhnung und für medizinische Untersuchungen bleibt dieser Teil des Raubtierhauses zunächst einige Tage geschlossen», sagte Knitter. Zoodirektor Thomas Kölpin nannte den Zuwachs eine echte Bereicherung. Der direkte Vergleich aller Raubkatzen sei lehrreich - insbesondere zwischen den verwechslungsgefährdeten Arten Jaguar und Leopard.

Diesen Unterschied zu vermitteln sei auch ein Grund für den Umzug des Jaguar gewesen. Die Zusammenarbeit zwischen den Zoos ermögliche zudem die Arterhaltung. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft die Tierart als «potenziell gefährdet» ein.

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