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Die Deutschen werden immer umweltbewusster. Dies belegt eine Umfrage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Wie sich Umweltschutz im Haushalt umsetzen lässt, zeigen die folgenden Tipps.

Die Deutschen werden immer umweltbewusster. Dies belegt eine Umfrage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Daraus geht hervor, dass der Stellenwert des Umwelt- und Klimaschutzes im Vergleich zur letzten Befragung (2016) um 11 Prozentpunkte gestiegen ist. Wie sich Umweltschutz im Haushalt umsetzen lässt, zeigen die folgenden Tipps.

Spülen

Wer umzieht und seine neue Küche einrichtet, wird sich vermutlich auch eine Geschirrspülmaschine anschaffen. Ein schlechtes Umweltgewissen muss man deswegen nicht haben – im Gegenteil: Moderne Maschinen verbrauchen grundsätzlich weniger Energie als das Abwaschen per Hand. Noch sparsamer sind sie im Eco-Modus. Die Geschirrspülmaschinen reinigen auch bei niedrigen Temperaturen zuverlässig, das Geschirr muss in der Regel nicht vorgewaschen werden. Das spart zusätzlich Wasser. Ist das Essen mal eingebrannt? Einige Hersteller bieten auch Geschirrreiniger für hartnäckige Verschmutzungen an. Das Sortiment von Somat umfasst beispielsweise auch spezielle Reiniger für Eingebranntes. Grundsätzlich sollte die Maschine nur voll beladen eingeschaltet werden. Energie lässt sich außerdem durch die Raumtemperaturtrocknung sparen.

Kochen

Schnelles Erwärmen ist energieeffizient. Besonders gut geht das mit einem Induktionsherd. Der Inhalt von Töpfen und Pfannen wird mittels eines Magnetfelds in kurzer Zeit erhitzt. Restwärme nach dem Erhitzen geht durch diese Technik kaum verloren. Seine Stärken zeigt der Induktionsherd vor allem dann, wenn etwas schnell erwärmt werden soll, zum Beispiel Wasser. Wer keinen Induktionsherd hat, kann mit einem Wasserkocher die Energieeffizienz steigern. Dieses Vorgehen eignet sich nicht nur für Tee, sondern etwa auch für Nudelwasser. Energiesparend ist es auch, den Deckel aufzusetzen und Töpfe oder Pfannen zu verwenden, die genauso groß sind wie die jeweilige Herdplatte. Beim Backofen sorgt die Umluftfunktion für einen geringeren Energieverbrauch.

Waschen

Bei der Waschmaschine spielt neben der Energieeffizienzklasse – neue Geräte haben meist die Klasse A+++ – das Fassungsvermögen eine wichtige Rolle. Letzteres sollte immer auf die Größe des Haushalts bzw. den individuellen Bedarf abgestimmt sein. Denn Waschmaschinen arbeiten besonders effizient, wenn sie voll beladen sind. Der Jahresenergieverbrauch und die benötigte Wassermenge pro Jahr sind ebenfalls wichtige Kaufkriterien. Beide Angaben sind auf dem Energielabel zu finden und beziehen sich auf 220 Waschgänge pro Jahr – das entspricht etwa vier Waschladungen pro Woche. Übrigens reichen für normal verschmutzte Wäsche Temperaturen von 30 bis 40 Grad Celsius. Wenn Sie bei 40 statt bei 60 Grad Celsius waschen, sparen Sie 45 Prozent Energie. Spezielle Sparprogramme benötigen etwas länger, waschen aber ebenso gründlich.

Kühlen

Auch beim Kühlen gibt es viel Einsparpotenzial. Das fängt schon beim richtigen Standort an: Kühl- und Gefrierschrank sollten so weit wie möglich von Wärmequellen wie Backofen und Heizung entfernt stehen. Auch Standorte mit direkter Sonneneinstrahlung sind nicht ideal. Je kühler die Umgebung, desto weniger Energie wird benötigt. Ebenfalls wichtig: Die Lüftungsschlitze sollten nicht verdeckt werden. Für das Gefrierfach gilt: Dicke Eisschichten erhöhen den Energiebedarf des Kühlschranks. Regelmäßiges Abtauen des Gefrierfachs trägt deshalb zu mehr Energieeffizienz bei. Wer vorkocht oder Reste hat, sollte das Essen erst abkühlen lassen, bevor es in den Kühlschrank kommt. Denn es kostet viel Energie, die eingebrachte Wärme wieder auszugleichen. Das gilt auch für das Kühlen von nicht genutztem Raum; ein gut gefüllter Kühlschrank arbeitet energieeffizienter. Freiraum im Kühlschrank kann man mit Wasserflaschen füllen.

Heizen

Im Heizungssystem bilden sich mit der Zeit Luftblasen, die zu einem Leistungsabfall führen können. Ein Gluckern nach dem Hochdrehen des Thermostats weist ebenso darauf hin wie ein Heizkörper, der nur teilweise oder gar nicht warm wird. Zum energieeffizienten Heizen gehört deshalb auch die regelmäßige Entlüftung der Heizkörper. Das geht ganz einfach an dem Entlüftungsventil. Alles was dazu benötigt wird, ist ein Entlüftungsschlüssel. Ebenfalls wichtig: Kurzes, intensives Lüften ist besser als Dauerlüften bei gekipptem Fenster. Gardinen und Möbel vor den Heizkörpern verhindern außerdem, dass sich die Wärme im Raum ausbreitet.

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