Der Georgiiweg wird ab der Stadtbahnhaltestelle Waldau zur autofreien Zone. Foto: Alexander Müller

Die Stadt will für mehr Sicherheit der Radfahrer und Fußgänger im Sport- und Erholungszentrum Waldau sorgen. Was genau ist geplant?

Es ist die zweitgrößte Sportanlage in Stuttgart, und sie ist perfekt über die mittendrin gelegene Stadtbahnhaltestelle zu erreichen: die Waldau. Bereits seit 2012 beschäftigen sich die Verwaltung und der Gemeinderat in Absprache mit den Vereinen damit, das Angebot und den öffentlichen Raum im Sport- und Erholungsgebiet im Schatten des Fernsehturms zu verbessern. Im Jahr 2021 wurde der Neubau der Sporthalle Waldau mit Action-Platz fertiggestellt. Im zweiten Schritt soll das neue Verkehrsführungskonzept umgesetzt werden. Ziel ist es, „den öffentlichen Raum noch attraktiver für Radfahrer und Fußgänger zu gestalten“, erklärt Stadtsprecherin Frederike Myhsok. Dafür wird ein Teil des Georgiiwegs im kommenden Sommer autofrei umgestaltet.

Keine Autos mehr auf Höhe der Stadtbahnhaltestelle

Konkret handelt es sich um den Abschnitt zwischen der Stadtbahnhaltestelle Waldau der Linie U 7 und der Einmündung des Keßlerwegs. Gerade dort treffen besonders bei Heimspielen der Stuttgarter Kickers oder bei anderen Großveranstaltungen Fußgänger, Rad- und Autofahrer aufeinander. Mit dem Umbau des Georgiiwegs in eine Fußgängerzone mit einem einheitlichen Belag könne die Wegeverbindung deutlich verbessert werden. „Es sollen auch weitere Bäume gepflanzt und neue Sitzgelegenheiten aufgestellt werden“, sagt Myhsok. Zudem wird der Keßlerweg von der Einmündung in den Georgiiweg bis auf Höhe der Eiswelt zurückgebaut.

Die Einfahrt in den Georgiiweg ist dann für Autos verboten. „Die Zufahrt ist lediglich für Lieferverkehr bis zu den angrenzenden Gebäuden sowie Bussen im Rahmen des Vereinssports gestattet“, ergänzt die Stadtsprecherin. Davon sollen Fußgänger und auch Radfahrer profitieren, schließlich ist der Georgiiweg auch ein Teil der viel befahrenen Hauptradroute 10 zwischen Degerloch und Sillenbuch. Die Zufahrt ist von Osten kommend durch einen drei Zentimeter hohen Absatz gesperrt, von Westen zusätzlich mit drei Pollern. Und am Keßlerweg auf Höhe des Action-Platzes entsteht eine Wendeplatte für den Autoverkehr. Durch den Umbau fallen 27 Stellplätze weg, der Bedarf könne aber durch die Tiefgarage unter dem Neubau der Sporthalle abgedeckt werden.

Kosten von 1,3 Millionen – Zuschuss vom Land

Die Kosten belaufen sich laut Stadt auf rund 1,3 Millionen Euro. Eine Förderung durch das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz in Höhe von 870 000 Euro kommt dabei vom Land. „Damit investieren wir in die Sicherheit von Rad- und Fußverkehr“, betont Regierungspräsidentin Susanne Bay.