War nicht immer mit allen Schiedsrichter-Entscheidungen einverstanden: TVB-Co-Trainer Karsten Schäfer, der in Wetzlar Chefcoach Jürgen Schweikardt vertrat. Foto: imago/Jan Huebner

Karsten Schäfer gab an der Seitenlinie alles, doch das brachte keine Punkte: Der TVB Stuttgart verlor ohne seinen kranken Cheftrainer Jürgen Schweikardt bei der HSG Wetzlar mit 25:30 – vor allem weil ein Serbe sein Tor zunagelte.

Wetzlar - Karsten Schäfer versuchte sein Team beim Spielstand von 22:17 (48.) in einer letzten Auszeit mit vielen Emotionen noch einmal wachzurütteln. Doch es half alles nichts. Am Ende verlor Handball-Bundesligist TVB Stuttgart unter der Regie seines Co-Trainers bei der HSG Wetzlar mit 25:30 (11:12). „Die Mannschaft war heiß. Vielleicht wollte sie auch zu viel. Unterm Strich haben wir einfach nicht genug Zweikämpfe gewonnen und zu viele gute Chancen liegen lassen“, sagte der Vertreter des an Corona erkrankten Cheftrainers Jürgen Schweikardt.

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Vorne führte bei Wetzlar der 23-jährige Norweger Magnus Fredriksen geschickt Regie, hinten brachte Tibor Ivanisevic die TVB-Angreifer zur Verzweiflung. Der 30-jährige Serbe nagelte das HSG-Tor mit 19 Paraden so gut wie zu. Zum Vergleich: Auf der Gegenseite hielt das Duo Johannes Bitter und Primoz Prost gemeinsam gerade mal acht Bälle. „Das ist ein besonderer Sieg. Wir haben nicht irgendjemanden geschlagen. Der TVB Stuttgart hat eine sehr gute Entwicklung genommen“, sagte HSG-Trainer Kai Wandschneider.

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Am treffsichersten beim TVB zeigte sich bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte Linkshänder Viggo Kristjansson (7/5). Max Häfner (6) und Adam Lönn (5) kamen dem Top-Torjäger am nächsten. „Wir werden jetzt analysieren und für das Heimspiel am Donnerstag gegen GWD Minden unsere Schlüsse ziehen“, sagte Schäfer. Anwurf in der Porsche-Arena ist um 19 Uhr. Ob dann Jürgen Schweikardt wieder auf der Bank das Sagen haben wird, ist noch offen.

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