Ein Kleiner mit relativ großem Laderaum: Der Kia Picanto. Quelle: Unbekannt

Der kleinsten Kia, der 3,60 Meter lange, fünfsitzige Picanto, ist auf der Straße zwar nicht unbedingt auf der Überholspur, eilt aber bei der Kaufentscheidung einigen Konkurrenten im Kleinstwagen-Segment davon.

EsslingenDie Automarke Kia hat ihren Namen von chinesischen Schriftzeichen abgeleitet: Ki bedeutet aufsteigen und das A steht für Asien. Davon wiederum abgeleitet könnte Kia in Europa eigentlich Kie heißen, denn auch auf unserem Kontinent eilt der koreanische Autohersteller von einem Aufstieg zum anderen. In der EU waren es im vergangenen Herbst bis zu 4,4 Prozent Marktanteil. In Deutschland hat Kia 2018 rund 66 000 Fahrzeuge verkauft und seinen Anteil auf 1,9 Prozent ausgebaut. Zusammen mit der Konzernmutter Hyundai rangiert Kia weltweit auf Platz 4. Und mit der stetig ausgebauten Modellpalette sowie dem erweiterten Händlernetz bleibt der koreanische Autohersteller auf der Überholspur.

Das gilt auch für den kleinsten Kia, den 3,60 Meter langen, fünfsitzigen Picanto, der auf der Straße zwar nicht unbedingt auf der Überholspur ist, aber bei der Kaufentscheidung einigen Konkurrenten im Kleinstwagen-Segment davon eilt. Die 2017 auf den Markt gekommene dritte Generation des kleinen Koreaners soll vor allem die Städte erobern. Dazu sollen auch die vor kurzem nachgelegten, üppig ausgestatteten GT-Line- und X-Line-Versionen beitragen, die ab 15 250 beziehungsweise 16 450 Euro erhältlich sind. Während die X-Line-Version in Crossover-Optik gehalten ist, handelt es sich beim GT-Line um ein betont sportliches Modell. Beide sind entweder mit dem bekannten 84-PS-Benziner oder mit dem neuen 1,0-Liter-Turbobenziner (100 PS) unterwegs, dem bisher stärksten Motor des Picanto.

Der neue Turbobenziner bringt jetzt den kleinsten Koreaner tatsächlich auf die Überholspur. Es handelt sich um ein dynamisches Downsizing-Triebwerk, mit einem maximalen Drehmoment von 172 Nm. Der 1.0 T-GDI beschleunigt die beiden neuen Picanto-Versionen in 10,1 Sekunden auf Tempo 100 und verbraucht laut Kia durchschnittlich 4,5 Liter pro 100 Kilometer (CO2: 104 g/km). Für diese Fahr- und Verbrauchswerte sorgt auch das Leichtbaukonzept des Dreizylinders. Alle Motorisierungen des Picanto, Modelljahr 2019, entsprechen im Übrigen der Abgasnorm Euro 6d-Temp, die erst ab September 2019 für sämtliche Neuwagen vorgeschrieben ist.

Das Picanto-Topmodell ist die X-Line-Version, die ein robustes Auftreten mit luxuriösem Komfort verbindet. Außen zeigt sie typische SUV-Attribute wie größere Bodenfreiheit, Stoßfänger im Offroad-Look, Seitenschutzleisten, schwarze Radlaufverkleidungen und 16 Zoll große Leichtmetallfelgen. Die Innenausstattung beinhaltet serienmäßig Sitzheizung vorn, Klimaautomatik, 7-Zoll-Touchscreen, Android Auto und Apple CarPlay, Rückfahrkamera, induktive Ladestation und Smart-Key. Mit einem Einstiegspreis von 9990 Euro bleibt der Picanto unter der 10 000er-Schallmauer und tritt beispielsweise gegen solche Winzlinge wie den VW Up, den Renault Twingo oder den Toyota Aygo an. Trotz nur 3,60 Metern Länge bietet der Winzling mit 255 Litern Laderaumvolumen laut Kia den größten Gepäckraum in der Kleinstwagenklasse. Wie für jedes Ka-Modell gilt auch für den Picanto die siebenjährige Herstellergarantie (bis 150 000 Kilometer), inklusive Mobilität und Navigationskarten-Update, bei werksseitig fest installierter Kartennavigation.

Nicht Hyundai sondern die Kia Motors Corporation, gegründet 1944, ist der älteste Fahrzeughersteller Koreas und der neuntgrößte Automobilhersteller weltweit. Die Marke mit dem Slogan „The Power to Surprise“ vertreibt ihre Fahrzeuge in 180 Ländern, verfügt weltweit über 14 Automobilwerke und beschäftigt mehr als 51000 Mitarbeiter. 2016 produzierte das Unternehmen, das seit 1998 zur Hyundai Motor Group gehört, über drei Millionen Fahrzeuge und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von mehr als 45 Milliarden US-Dollar. Kia Motors engagiert sich stark im Sportsponsoring und ist langjähriger Partner der FIFA, der UEFA und des Tennisturniers Australian Open.

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