Neuhausens Spielmacher Timo Durst verteilt die Bälle gekonnt und ist erfolgreichster Torschütze. Foto: Herbert Rudel - Herbert Rudel

Für den Absteiger ist es in der Baden-Württemberg Oberliga ein Auftakt nach Maß

NeuhausenNach dem Abstieg aus der 3. Liga haben die Handballer des TSV Neuhausen zum Saisonauftakt gleich ein Ausrufezeichen gesetzt und die Bundesligareserve des TV Bittenfeld mit einer klaren 37:25 (18:11)-Niederlage wieder nach Hause geschickt. „Ab der ersten Minute hat alles gepasst“, sagte Neuhausens Spielmacher Timo Durst, der nahezu durchspielen musste.

Hinter den MadDogs liegen turbulente Wochen. Nach dem schmerzlichen Gang in die Baden-Württemberg Oberliga musste das Team noch personelle Veränderungen hinnehmen und stand plötzlich mit einem dezimierten Rückraum da. Dass sich die Neuhausener davon aber nicht unterkriegen lassen, haben sie beim Saisonauftakt in der Egelseehalle eindrucksvoll bewiesen. Zwar betonte Coach Markus Locher, dass der deutliche Sieg nicht zu hoch eingeschätzt werden dürfe, die Bittenfelder aber auch mit einigen Ausfällen eine sehr gute Qualität haben: „Wir haben es hervorragend gemacht.“

Sowohl im variabeln Angriffsspiel als auch in der konsequent agierenden Abwehr zeigten die Filder-Handballer eine starke Leistung. Neuzugang Magnus Becker strahlte zwischen den Pfosten eine enorme Präsenz aus – die ebenfalls ihren Teil zum deutlichen Sieg beitrug. „Seine Ausstrahlung war super und er hat das Tor regelrecht zugenagelt. Auch wenn die Abwehr natürlich sehr gut gestanden ist“, lobte Locher und ergänzte strahlend: „Das ist ein Auftakt, wie wir ihn uns gewünscht hatten.“

Locher setzt neben dem eingespielten Team auch auf junge Spieler, die aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft aufgerückt sind. So kamen Rückraumakteur Florian Distel sowie Rechtsaußen Philipp Bader zu ihrem Einstand und Distel markierte auch den Schlusspunkt zum 37:25. „Da darf er gleich einen Kasten Bier spendieren“, sagte Durst. Bereits in der 26. Minute hatten die Neuhausener ihre Führung auf sieben Tore ausgebaut. Nach dem Seitenwechsel war schnell klar, dass sie sich den Sieg nicht mehr nehmen lassen würden – auch nach einer Umstellung der Bittenfelder Abwehr lief es weiter rund. Die MadDogs nutzten die Räume der offensiveren Defensive gekonnt.

Dass die Neuhausener gegen einen der Mitfavoriten eine so starke Leistung zeigten, sorgte nach der Schlusssirene dann nicht nur für Freude, sondern auch für große Erleichterung. „Das hätten wir in so einer Deutlichkeit nicht erwartet“, gab Durst zu und lobte die gesamte Mannschaft, die nun am zweiten Spieltag bei der HSG Konstanz II nachlegen muss.

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