Die angebliche Enkelin behauptete, einen fünfstelligen Geldbetrag für die Zahlung ihrer Miete zu benötigen. (Symbolbild) Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Eine Seniorin aus Esslingen ist am Mittwochmittag fast auf die Masche einer Gruppe Trickbetrüger reingefallen. Eine 21-Jährige gab sich als ihre Enkelin aus und bat sie um mehrere tausend Euro.

Esslingen - Ein aufmerksamer Bankmitarbeiter hat am Mittwochmittag in Esslingen verhindert, dass eine 83-Jährige von Trickbetrügern um mehrere tausend Euro gebracht wurde. Drei Tatverdächtige konnten festgenommen werde, teilt die Polizei mit.

21-Jährige gibt sich als Enkelin aus

Eine 21-Jährige hatte sich am Vormittag telefonisch bei der Seniorin gemeldet und vorgegeben, die Enkelin zu sein. Die junge Frau behauptete, einen fünfstelligen Geldbetrag für die Zahlung ihrer Miete zu benötigen. Die 83-Jährige glaubte der angeblichen Enkelin und bot ihre Hilfe an. Wenig später tauchte ein 21-Jähriger bei der Seniorin auf. Er gab sich als Freund der angeblichen Enkelin aus und wollte das Geld entgegennehmen.

Bankmitarbeiter schöpft wegen hoher Geldsumme Verdacht

Die Rentnerin hatte ihr Geld allerdings noch auf der Bank, deshalb begleitete der junge Mann sie zur nächsten Bankfiliale. Der dortige Bankmitarbeiter schöpfte angesichts der hohen Bargeldsumme jedoch Verdacht, reagierte genau richtig und alarmierte sofort die Polizei. Der mutmaßliche Betrüger konnte laut der Polizei noch in der Bank vorläufig festgenommen werden.

Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß

Weitere Ermittlungen der Kriminalbeamten brachten sie auf die Spur der 21-Jährigen und eines weiteren, 23 Jahre alten mutmaßlichen Komplizen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart erwirkte daraufhin einen richterlichen Beschluss und die Ermittler konnten noch am Nachmittag die Wohnungen der Beschuldigten durchsuchen. Beide konnten zuhause angetroffen und vorläufig festgenommen werden, wie die Polizei mitteilte. Die drei Beschuldigten gaben ihre Tat zu und wurden nach der Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt, bis sie sich gegebenenfalls vor Gericht verantworten müssen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: