Willi Burger engagierte sich fast ein Vierteljahrhundert lang für das Leonberger Krankenhaus. Auch Landrat Bernhard zeigt sich von seinem plötzlichen Tod betroffen.
Mit großer Betroffenheit hat der Landrat Roland Bernhard die Nachricht vom Tod Willi Burgers aufgenommen. Der Vorsitzende des Fördervereins für das Krankenhaus Leonberg war am 30. Oktober im Alter von 86 Jahren überraschend verstorben.
„Mit ihm verlieren wir eine herausragende Persönlichkeit, die sich mit außergewöhnlicher Tatkraft und unerschütterlichem Engagement für das Gemeinwohl und insbesondere für unser Krankenhaus in Leonberg eingesetzt hat. Ich habe ihn als Prototyp eines Gentlemans sehr geschätzt und seine menschliche Ader und einnehmende Art bewundert. Er schenkte dem Gegenüber immer seine volle Aufmerksamkeit und das ganze Interesse.“
„Beispiellose Unterstützung für die Klinik“
Als Gründer und 24 Jahre lang amtierender Vorsitzender des Fördervereins war Willi Burger „die treibende Kraft und das Herzstück einer beispiellosen bürgerlichen Unterstützung für die Kreisklinik“, sagt Bernhard. „Von der Gründung im Jahr 2000 bis zu seinem Rückzug aus dem Amt im vergangenen Jahr prägte er den Verein mit seiner Weitsicht, seiner Entschlossenheit und seiner tiefen Verbundenheit zur Region.“
„Unter seiner Führung wurden unzählige Projekte verwirklicht, die direkt den Patienten und den Mitarbeitern des Krankenhauses zugutekamen,“ so der Landrat. Ob es die Anschaffung modernster medizinischer Geräte oder die Verbesserung des Aufenthaltskomforts und der Arbeitsbedingungen war – „Willi Burger wusste, wo Unterstützung gebraucht wurde und wie er sie organisieren konnte“.
Allein in den letzten Jahren seiner Amtszeit mobilisierte der Förderverein unter seiner Leitung Spenden im sechsstelligen Bereich. Ebenso geht die bis heute erfolgreiche Vortragsreihe „Medizin vor Ort“ auf seine Initiative zurück, die das Krankenhaus fest im Bewusstsein der Bevölkerung verankert hat.
Willi Burger bekam zahlreiche Auszeichnungen
„Willi Burger war in der oft herausfordernden Debatte um die Zukunft der Kliniklandschaft stets ein Mann der klaren und bedeutungsschweren Worte. Seine Meinung hatte für die Kreisverwaltung und den Kreistag Gewicht,“ würdigt Roland Bernhard seinen politischen Einsatz – bei dem sich beide nicht immer einig waren.
Sein Wirken ging weit über den Förderverein hinaus. Burgers Engagement im Lions-Club Leonberg und in der Landesverkehrswacht zeugen für den Landrat „ebenfalls von seinem unermüdlichen Einsatz für die Gesellschaft“. Für seine Verdienste wurde Willi Burger mit höchsten Auszeichnungen geehrt, darunter das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, die Staufermedaille und der Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg.