Hier steht der Transporter voll in Flammen. Foto: privat

Fahrzeugbrand auf der A 8 zwischen Kreuz Stuttgart und Ausfahrt Möhringen am Sonntag: Stundenlang waren mehr als 30 Feuerwehrleute und die Polizei im Einsatz.

Der Brand eines Kleintransportes auf der A 8 zwischen dem Kreuz Stuttgart und der Ausfahrt Stuttgart-Möhringen hat am Sonntagnachmittag bis in den Abend hinein für lange Staus gesorgt. Der Fahrer des Transporters steuerte wegen eines technischen Defekts das Fahrzeug in eine Nothaltebucht, die weiteren drei Mitfahrer sind wie der Fahrer ebenfalls ausgestiegen. Sie wurden nicht verletzt.

„Als die Feuerwehr eintraf, stand das Fahrzeug bereits voll im Brand“, so David Anand, Sprecher der Berufsfeuerwehr Stuttgart. Insgesamt waren etwa 30 Feuerwehrleute im Einsatz, neben der Berufsfeuerwehr auch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen und der Feuerwehr Vaihingen. Anand: „Vor allem bei der Autobahn ist häufig nicht so klar, wo der Einsatzort ganz konkret ist, deshalb rufen wir da den Verbund an.“ Der Brand war nach etwa zehn Minuten unter Kontrolle.

Leser fotografiert den Brandort auf der A8

Den Brand selbst hat auch unser Leser Alexander B. verfolgt: „Ich wohne nicht allzu weit von hier und habe die Rauchsäule gesehen. Deshalb bin ich da hin gelaufen und konnte das Szenario fotografieren“.

Hier greifen die Flammen auf die Fahrbahn über. Foto: privat

Die Folgen des Brandes beeinflussten noch Stunden danach erheblich den Verkehr. Denn aus dem Tank ist Kraftstoff ausgetreten, der über die gesamte Fahrbahn lief und sich entzündete. Eine Vollsperrung durch die Autobahnpolizei war notwendig, da der ausgelaufene Kraftstoff, das Löschwasser und der Löschschaum sowie die Bindemittel wegen der dort herrschenden Minustemperaturen auf der Fahrbahn spiegelglatt einfroren. So musste zuerst gestreut und dann die Fahrbahn von den Verschmutzungen befreit werden.

Die Autobahn 8 war teilweise komplett gesperrt

Etwa vier Stunden dauerten diese Arbeiten insgesamt, entsprechend groß waren die Staus drumherum an diesem Sonntagnachmittag. In Richtung Karlsruhe waren der linke und der mittlere Fahrstreifen bis gegen 15.45 Uhr gesperrt, Richtung München war bis 17.15 Uhr voll gesperrt. Erst gegen 19.20 Uhr waren die Arbeiten komplett abgeschlossen.

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg weist darauf hin, dass die Arbeiten der Einsatzkräfte mehrfach dadurch erschwert wurden, dass Autofahrer in Höhe von Oberaichen die Autobahn verbotenerweise verließen, dass keine Rettungsgassen gebildet wurden und dass gar selbst die Rettungsgassen benutzt wurden. Die Polizeikräfte seien zusätzlich beansprucht worden durch Streitereien im Stau und Pannenfahrzeuge.