Quelle: Unbekannt

Die Wernauer Narren sind mit ihrem traditionellen Häsabstauben in die Saison gestartet.

WernauDer Dreikönigstag ist traditionell auch der Starttag der schwäbisch-alemannischen Fasnet mit ihren ganz eigenen Bräuchen. Mit dem Häsabstauben und der Narrentaufe haben die Wernauer Narren im Vereinshaus Löwen die fünfte Jahreszeit eingeläutet. Obligatorisch spielten zum Auftakt die Bodenbachsymphoniker schön-schräge Guggenmusik. „Wir sind für die Saison 2020 gerüstet“, sagten die beiden Zunftmeister Marcel Reith und Michael Niepel.

Zum Start der Saison werden das Häs und die aus Holz geschnitzten Masken symbolisch vom Staub des vergangenen Jahres befreit und der Till verteilt die Laufbändel für die närrischen Tage. Der Till als Narr und Possenreißer gilt als eigentliche Hauptfigur der Wernauer Fasnet. Zusammen mit Büttel liefert er sich beim Rathaussturm ein Rededuell mit dem Bürgermeister. Die Figuren der Wernauer Fasnet sind Brotloible, Baur, Heckarutscher, Geesgassdeifl, Laichlehex und die Guggen der Bodabachsymphoniker. Nach strengen Regularien findet traditionell zu Beginn der Saison die Narrenweihe statt, bei der die neuen Mitglieder getauft und in den Verein aufgenommen werden. In diesem Jahr unterzogen sich 20 Hästräger der Zeremonie. Damit hat sich die Gesamtzahl der aktiven Mitglieder auf 260 erhöht. Insgesamt zählt der Verein 570 Mitglieder. „Üblich ist, dass Anwärter zunächst mindestens ein Probejahr absolvieren“, erklärt der zweite Zunftmeister Michael Niepel. Bei den Heckenrutschern dauere die Anwartschaft sogar zwei Jahre. „In dieser Zeit schauen wir, wie sich der Anwärter verhält, ob er zu uns passt und ob er den Anforderungen gewachsen ist. Nach der Bewährungsphase entscheidet der Zunftrat, ob man reif für die Narrenweihe ist“, erklärt der Chef der Wernauer Narren. Erst danach ist der Täufling berechtigt, die Maske zu tragen. Bis zur Narrenweihe begleiten die Novizen als Täfelesträger die Gruppen bei den Umzügen und lassen so die Zuschauer wissen, welche Zunft es ist.

Mit dem Schul- und Rathaussturm sowie dem Aufstellen des Narrenbaums am „Schmotzigen Doschtig“ – in diesem Jahr der 20. Februar – geht die Wernauer Fasnet in ihre heiße Phase. Bei der Alemannischen Nacht am Freitag danach müssen sich dann Schultes und Stadträte vor dem Hohen Narrengericht verantworten. Am Samstag folgt der große Narrenumzug, zu dem mehrere Tausend Schaulustige erwartet werden. Er gehört mit zu den Höhepunkten der Fasnet. Der Ruf „Hecka, Heala – Hoi Hoi Hoi!“ schallt dann unüberhörbar durch die Straßen.red

Alle Termine und Informationen rund um die Wernauer Fasnet gibt es unter www.wernauer-narren.com

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