Demnächst ist das attraktive Angebot für touristische Ausflüge vor der Haustür nicht mehr ans Kalenderjahr gebunden. Die 365-Tage-Frist beginnt mit dem Kaufdatum.
Es sind gute Nachrichten für alle Menschen in der Region, die ihre Heimat noch besser kennenlernen wollen: In der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses der Region hat Armin Dellnitz, der oberste Tourismusförderer in Stuttgart und der Region, angekündigt, die Erlebniscard Region Stuttgart noch attraktiver zu machen.
Die wichtigste Neuigkeit: Die 2023 vorrangig als spezielles Angebot für die im Großraum Stuttgart lebenden Menschen geschaffene Erlebniscard soll flexibler werden. War es bisher nur möglich, eine Karte zu erwerben, die dann jeweils vom 1. Januar bis 31. Dezember freien Eintritt zu zahlreichen Attraktionen im Großraum Stuttgart ermöglichte, so soll die Karte in Zukunft vom jeweiligen Kaufdatum an 365 Tage gültig sein.
„Die bisherige Praxis war vor allem buchhalterischen Gründen geschuldet“, sagt Armin Dellnitz: „Ich bin aber überzeugt davon, dass wir spätestens im Spätsommer alle Hürden überwunden haben werden und das neue Angebot an den Start bringen können.“ Für Dellnitz ist die angestrebte Änderung „der Schlüssel zum noch größeren Erfolg der Erlebniscard.“
Besonders beliebt sind auch der Fernsehturm und die Bäder
Ohne Zweifel ist das Angebot der Karte schon jetzt attraktiv: Für 69 Euro als Online-Version oder 79 Euro als Plastikkarte erhalten die Käufer einmalig freien Eintritt zu 78 Freizeit- und Kulturangeboten. Besonders beliebt sind die Wilhelma, der Fernsehturm sowie Bäder wie die Mineraltherme Böblingen, das Leuze und die Paracelsus-Therme.
Neu hinzugekommen sind 2025 unter anderem das Mineralfreibad Gaildorf, die Panoramatherme Beuren und der Urweltsteinbruch Holzmaden. Die Staatsgalerie Stuttgart lädt zudem zur großen Landesausstellung 2025 ein, die erstmals das außergewöhnliche dreidimensionale Werk von Katharina Grosse in den Fokus rückt. Insgesamt könnten die Nutzerinnen und Nutzer bei voller Ausnutzung aller Angebote mehr als 600 Euro sparen.
Dieses Jahr sollen 10 000 Karten verkauft werden
Die Resonanz auf das Angebot steigt kontinuierlich: Wurden bei der Premiere 2023 rund 4000 Karten verkauft, konnte die Stuttgart-Marketing-Gesellschaft 2024 bereits 8000 Erlebniskarten absetzen. In diesem Jahr liegt die Zahl der verkauften Karten schon bei 8500 – und es sollen, so Dellnitz, mindestens noch 1500 Karten dazukommen.
Hinter der Erlebniskarte steht mehr als das pure Angebot zur Freizeitgestaltung: Ziel der Initiatoren ist es, die touristischen Angebote der Region zu bündeln, die Attraktivität der Heimat hervorzuheben und die Bewohner selbst zu Markenbotschaftern ihrer Region zu machen. Zudem sollen die Nutzung der Angebote gesteigert und die touristische Wertschöpfung langfristig erhöht werden. Besonders wichtig bleibt die Kooperation mit den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS), die jedem Erlebniscard-Inhaber ein kostenloses Tagesticket für das gesamte VVS-Netz an einem Wunschtag ermöglicht.
Preiserhöhungen sind nicht ausgeschlossen
Sollte die Neuregelung tatsächlich zu einem Ansturm auf die Erlebniskarte führen, könnte das allerdings auch weniger erfreuliche Konsequenzen haben. Denn jede verkaufte Erlebniskarte kostet Stuttgart-Marketing und die Regio-Stuttgart-Marketing- und Tourismus Geld. Denn die beiden Gesellschaften gleichen den teilnehmenden Tourismuspartnern die durch den Einsatz der Karten entstehenden Minderausnahmen zumindest teilweise aus.
Das Budget für die Karte ist aber begrenzt. „Deshalb können wir nicht ausschließen, dass wir bei der entsprechenden Nachfrage auch die Preise für die Erlebniskarte erhöhen müssen“, sagt Dellnitz: „Man muss aber auch bedenken, dass wir die Preise seit der Einführung 2023 konstant gehalten haben.“