Nach dem tödlichen Unfall im Mercedes-Werk in Sindelfingen bleiben einige Fragen offen.
Nach dem tödlichen Unfall auf dem Werksgelände von Mercedes-Benz in Sindelfingen dauern die Untersuchungen noch an. Das teilt eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage mit.
Am Donnerstag, 6. November, war gegen 7.10 Uhr ein Betonmischer beim Verlassen der Baustelle einer neuen Lackieranlage gegen einen Betonträger gefahren. Dieser hatte laut Staatsanwaltschaft in dreieinhalb Metern Höhe aus einem Rohbau und über die Fahrbahn geragt.
Lastwagenfahrer starb vor Ort
Der 53-jährige Fahrer des Betonmischers, der zu einer Fremdfirma gehört habe, wurde laut Angaben der Mercedes-Sprecherin nach dem Unfall von Notärzten versorgt. „Zur Unterstützung waren sowohl die Werkfeuerwehr als auch der Werkschutz im Einsatz“, sagt sie. „Zu unserem großen Bedauern erlag der Betroffene noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.“
Von Mercedes-Benz heißt es, dass die Analyse des Vorfalls eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen könne. Man bitte um Verständnis. Was diese Analyse beinhaltet, dazu macht der Autobauer keinerlei Angaben.
Unbeantwortet bleiben die Fragen, ob der Unfall Auswirkungen beispielsweise auf die Sicherheitsvorkehrungen auf der Baustelle hat. Wie die Fremdfirma, bei der der Verunglückte angestellt war, mit dem Tod ihres Angestellten umgeht, dazu gab es keine Antwort. Auch auf die Frage, ob für die Mercedes-Beschäftigten eine Beratung durch Notfallseelsorger angeboten wird, antwortet die Mercedes-Sprecherin nicht.