Ein Wasserbett bietet durch seine Konzeption ein Höchstmaß an Ergonomie, weil es den Körper beim Liegen zu 100 Prozent in jeder Lage unterstützt. Foto: oh

Die ursprüngliche Idee des Wasserbetts kam von nomadischen Wüstenvölkern. Heutzutage werden die mit Wasser gefüllten Matratzen häufig wegen ihrer vorteilhaften Eigenschaften gekauft. Welche Vorteile genau ein Wasserbett bietet, zeigen wir Ihnen im Artikel.

Esslingen - Der Siegeszug des Wasserbetts begann in den 1960er-Jahren, als es erstmals im größeren Stil für den Privatgebrauch hergestellt wurde. Schon lange zuvor wurden Wasserbetten im medizinischen Bereich eingesetzt und einige Wüstenvölker wissen um die vorteilhaften Eigenschaften einer mit Wasser gefüllten Matratze gar schon seit Jahrhunderten. Heutige Modelle sind im Vergleich zu den aus den 60er-Jahren natürlich noch weiterentwickelt und optimiert worden, sodass immer mehr Menschen das erholsame, gesunde und komfortable Schlafen im Wasserbett für sich entdecken.

Aufbau eines Wasserbetts

Ein Wasserbett macht vor allem die Matratze mit Wasserkern aus, bei dem es sich um einen mit Wasser befüllten, robusten PVC-Sack handelt. In diesem Wasserkern ist ein Heizsystem integriert, das es dem Benutzer über einen Schalter erlaubt, die Temperatur des Wassers individuell zu regeln. Die meisten Benutzer fühlen sich bei einer Temperatur zwischen 26 und 30 Grad besonders wohl in ihrem Wasserbett. Darüber hinaus enthält die Wassermatratze ein Vlies, mit dem sich die Wellenbewegungen regulieren lassen. Der Benutzer kann das Vlies beispielsweise so verschieben, dass er mit dem Oberkörper kaum noch in die Matratze einsinkt und einen festen Halt verspürt. Üblicherweise gibt es bei modernen Wasserbetten verschiedene Beruhigungsstufen von unberuhigt bis sehr stark beruhigt. Interessenten müssen also keine Angst haben, dass sie sich in einem Wasserbett fühlen wie in einem Boot auf dem tosenden Meer. In dem Zusammenhang soll auch mit dem Märchen aufgeräumt werden, dass man in einem Wasserbett seekrank werden kann. Dies ist definitiv nicht der Fall. Grundsätzlich unterscheidet man bei Wasserbetten zwei Bauarten:

Softside: Hier befindet sich der Wasserkern in einer wärmedämmenden Schaumstoffwanne. Diese Wassermatratze kann in beinahe jedes Bett eingefügt werden.

Hardside: Bei dieser Variante wird die Wassermatratze von einem eigens dafür vorgesehenen robusten Rahmen gehalten.

Da Softside-Betten einige entscheidende Vorteile mit sich bringen, haben sie die Hardside-Modelle weitestgehend vom Markt verdrängt. Entscheidend ist, dass sich der wärmedämmende Softside-Rahmen mit einem entsprechenden Sockel in fast jedes Bett einbauen lässt. Dazu kommt, dass es bei Hardside-Betten wesentlich unbequemer ist, aus dem Bett zu steigen, weil die Liegefläche tiefer liegt als der harte, stabile Rahmen. Das ist bei einem Softside-Bett anders. Wichtig für Paare ist, dass es Wasserbetten mit Solo- und Dual-Systemen gibt. Bei einem Dual-System hat jeder seine eigene Wasserblase, beim Solo-System gibt es nur eine im ganzen Bett. Bestehen zwischen den Partnern größere Unterschiede hinsichtlich des Gewichts, der Wohlfühltemperatur oder der bevorzugten Beruhigungsstufe, empfiehlt sich ein Dual-System. So kann jeder seine Hälfte des Bettes ganz nach seinen Präferenzen einstellen.

Warum das Schlafen im Wasserbett als komfortabel und gesund gilt

Ein Wasserbett bietet durch seine Konzeption ein Höchstmaß an Ergonomie, weil es den Körper beim Liegen zu 100 Prozent in jeder Lage unterstützt. Immerhin stammt die Wassermatratze aus dem medizinischen Bereich, wo man sich dieses Prinzip damals wie heute zunutze macht. Durch die komplette Körperunterstützung können Rücken- und Nackenprobleme vermieden oder gar behoben werden. Der Benutzer liegt optimal in dem Wasserbett und fühlt sich pudelwohl, auch weil keine störenden Druckpunkte vorhanden sind. Das begünstigt einen guten Schlaf, der für das körperliche und psychische Wohlbefinden unentbehrlich ist. Die einstellbare Temperatur trägt maßgeblich zum Wohlempfinden bei, weil sie sich perfekt den persönlichen Vorlieben und Jahreszeiten anpassen lässt. Zudem sind Wasserbetten sehr hygienisch und lassen Hausstaub und Milben keine Chance. Die Matratzenauflagen können einfach in der Waschmaschine gereinigt werden.

Die wichtigsten Vorteile von Wasserbetten im Kurzüberblick

• Beim Wasserbett muss nur der Stoffüberzug regelmäßig gereinigt werden, die Matratze selbst bleibt so unverbraucht wie zum Kaufzeitpunkt.

• Extrem lange Haltbarkeit: Ein „Durchliegen“ und eine Abnutzung wie bei einer normalen Matratze ist bei einem Wasserbett praktisch unmöglich.

• Hoher Liegekomfort mit perfekter Körperanpassung über den gesamten Bettbereich.

• Optimale Körperunterstüzung ohne unangenehme Druckstellen.

• Die Temperaturregelung erweist sich vor allem an kalten Wintertagen als Segen.

Nachteile von Wasserbetten

• Relativ hohe Anschaffungskosten im Vergleich zu herkömmlichen Betten.

• Laufende Kosten für die Pflege und die integrierte Heizung.

• Hohes Eigengewicht durch die Wasserfüllung und somit eingeschränkte Mobilität im befüllten Zustand.

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