Viele Kosmetika enthalten immer noch Mikroplastik wie hier die Creme mit blauen Plastikperlen. Foto: dpa/Stefan Sauer

Kleine Teilchen, großes Risiko: Mikroplastik ist eine Gefahr für die Umwelt und unsere Gesundheit. Auch viele Produkte im Haushalt enthalten Mikroplastik. Was kann man als Verbraucher dagegen tun?

Wir nehmen jede Woche rund fünf Gramm Mikroplastik zu uns – so viel, wie eine Kreditkarte wiegt. Hauptquellen sind dabei der Reifenabrieb unserer Autos sowie Freisetzungen der Abfallentsorgung und der Industrie. Eingeatmet wird es als Feinstaub. In Folie verpackte Lebensmittel, Kaugummi, Plastikspielzeug, Kunstfasern in Kleidung, Polymere in Waschmitteln, Polyamide in Kosmetika oder Putzschwämme – alles enthält Plastik, das wir über Atemwege, Haut oder Schleimhäute aufnehmen. In Kosmetik oder Putzmitteln wird Mikroplastik häufig als Schleifmittel, Bindemittel oder Filmbildner zugesetzt. Die kleinen Teilchen entstehen auch durch Reifenabrieb oder beim Waschen von Kleidung aus synthetischen Fasern. Außerdem bildet sich Mikroplastik, wenn größere Plastikteile, wie beispielsweise Tüten oder andere Verpackungen, über die Jahre zu immer kleineren Teilen zerfallen. Über das Abwasser gelangen diese Kunststoffe durch die Kläranlagen direkt in unsere Flüsse oder im Klärschlamm auf die Felder und somit in den Naturkreislauf, warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der in der diesjährigen Fastenzeit unter dem Motto „zehn Wochen ohne“ zum Verzicht von Plastik aufruft. Jeder Einzelne könne einen Beitrag dazu leisten, Plastik zu reduzieren und ein Zeichen gegen Ressourcenverschwendung zu setzen. „Die Fastenzeit ist ein guter Anlass, eine Zeit lang sehr geplant auf so viele Kunststoffe und Einwegverpackungen wie möglich zu verzichten – und das dann dank der eingeübten Routine auch anschließend fortzusetzen“, beschreibt der BUND-Landesgeschäftsführer Martin Bachhofer die bundesweite Aktion. „Das gibt nicht nur ein gutes Gefühl, sondern erhöht die Lebensqualität und ist sowohl für unsere Gesundheit als auch für die des Planeten wichtig.“

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