Eintrittspreise in Schwimmbädern, Gebühren für Strom und Gas, Anwohnerparken: 2026 bringt einige Veränderungen für Esslingen. Foto: Horst Rudel / Imago / Roberto Bulgrin

In Esslingen gelten seit Beginn des Jahres einige neue Regeln. Wir zeigen, worauf Sie sich einstellen müssen.

Neues Jahr, neue Regeln: Die Stadt hat zu Jahresbeginn mitgeteilt, was sich 2026 in Esslingen ändert. Darunter sind höhere Ticketpreise bei den Esslinger Bädern und Änderungen beim Parken.

Die nun geltenden Regelungen im Überblick:

Eintritt in Bäder

Im Merkel’schen Schwimmbad, dem Neckarfreibad und dem Hallen-Freibad Berkheim haben sich die Eintrittspreise zum 1. Januar erhöht. Künftig sind alle Tarife um etwa fünf Prozent teurer. Erwachsene im Merkel’schen Bad müssen jetzt etwa für anderthalb Stunden im Sportbecken 3,90 Euro zahlen statt bislang 3,70 Euro. Für Familien steigt der Preis auf 8,90 Euro statt bislang 8,50 Euro. „Steigende Personal-, Energie- und Betriebskosten machen eine Tarifanpassung notwendig, um die Mehrkosten teilweise abzufedern“, teilt die Stadt mit. Das Defizit im Badebetrieb sei weiterhin hoch.

Kosten für Ökostrom und Gas

Die „grünES GmbH“, ein Unternehmen der Stadtwerke Esslingen, hat ihre Strompreise laut Stadt zum 1. Januar gesenkt. Der Arbeitspreis sei brutto um 2,55 Cent pro Kilowattstunde gesunken, der Grundpreis brutto um 23,53 Euro pro Jahr. Die Stadt rechnet vor, dass ein typischer Zweipersonenhaushalt mit einem Stromverbrauch von jährlich 2500 Kilowattstunden im Vergleich zum Grundversorgungstarif etwa 81 Euro pro Jahr spart.

Weil die Gasspeicherumlage ab dem 1. Januar 2026 bundesweit abgeschafft wurde, profitieren auch die Kunden der Stadtwerke Esslingen. Der Grundpreis für den Bezug von Erdgas in der Grund- und Ersatzversorgung bleibt zwar unverändert, der Arbeitspreis reduziert sich jedoch. Bei einem Jahresverbrauch von bis zu 1000 Kilowattstunden sind künftig 15,12 Cent pro Kilowattstunde fällig statt bislang 15,47 Cent, bei bis zu 10 000 Kilowattstunden im Jahr sind es 11,96 Cent pro Kilowattstunde statt 12,30 Cent. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Gasverbrauch von 15 000 Kilowattstunden kann sich die Ersparnis auf mehr als 100 Euro belaufen.

Gebühren für Abwasser

Während die Gebühr für Niederschlagswasser nach Angaben der Stadt gleich bleibt, wird die Gebühr für Schmutzwasser um 18 Cent auf 2,62 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser erhöht. Die Änderung hatte der Gemeinderat im November vergangenen Jahres beschlossen.

Höhere Grundsteuer

Wie von uns berichtet, erhöht sich der Hebesatz für die Grundsteuer B, mit der bebaute und bebaubare Grundstücke besteuert werden, von 245 auf 280 Prozent. Die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen, wie etwa Äcker und Wälder, setzt die Stadt dagegen auf null. „Damit nehmen wir nach der landesweiten Grundsteuerreform genau so viel Geld ein wie zuvor“, heißt es von der Stadt.

Der Hebesatz für die Grundsteuer B steigt an. Foto: dpa/Jens Büttner

Änderungen beim Parken

An allen Parkscheinautomaten in Esslingen lässt sich bald mit Kreditkarte und Bezahldiensten wie Apple Pay bezahlen – neben den bisherigen Optionen Bargeld und Handy-Apps. Zudem gibt es neue, kontaktlose Kartenleser, die den Bezahlvorgang laut Stadt beschleunigen sollen. Bis Mitte Januar soll die Umstellung an allen Parkscheinautomaten abgeschlossen sein.

Im ersten Halbjahr 2026 will die Stadt zusätzlich die Bewohnerparkgebiete in der Innenstadt neu strukturieren. Aus bisher acht Gebieten sollen künftig drei werden. „Damit stehen statt der bisherigen, kleinteiligen Bewohnerparkgebiete drei große Zonen zur Verfügung, in denen flexibel geparkt werden kann“, so die Stadt.

Politik in Esslingen

In Esslingen werden 2026 vier Bürgerausschüsse neu gewählt. In der Innenstadt findet die Wahl am 16. April statt, in Oberesslingen am 21. Mai, in Mettingen, Brühl und Weil am 12. November. Am 26. November folgt die Wahl in Hegensberg, Liebersbronn und Kimmichsweiler Oberhof.