Die Frau installierte eine App und verlor viel Geld (Symbolfoto). Foto: picture alliance/dpa/dpa-tmn

In Waiblingen wird eine junge Frau am Sonntagabend Opfer eines dreisten Telefonbetrugs. Der Anrufer bringt sie dazu, eine App zu installieren – und erbeutet ihr Geld.

Ein dreister Telefonbetrug ist in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) verübt worden: Eine 21 Jahre alte Frau erhielt am Sonntagabend einen Anruf von einem Unbekannten, der sich als Mitarbeiter eines Zahlungsdienstleisters ausgab. Im Laufe des Gesprächs brachte er die Geschädigte dazu, eine App auf ihrem Handy zu installieren, die Fernzugriffe erlaubt.

Schaden im vierstelligen Bereich durch Trickbetrug

Noch während des laufenden Telefonats wurde die junge Frau dazu verleitet, verschiedene Investitionen zu tätigen. Der Gesamtschaden liegt im unteren vierstelligen Bereich. Erst als das Gespräch beendet war, stellte sie fest, dass sie keinen Zugriff mehr auf ihre Gelder hatte – und erkannte den Betrug.

So schützt man sich vor der Betrugsmasche:

  • Seriöse Zahlungsdienste nehmen nicht ungefragt telefonisch Kontakt auf. Bei Verdacht: Gespräch sofort beenden.
  • Niemals persönliche Daten wie Kontonummern oder Passwörter preisgeben.
  • Keinem Unbekannten Zugriff auf Handy oder Computer gewähren – etwa durch Fernwartungssoftware.
  • Wenn man bereits betroffen ist: Sofort das Gerät vom Internet trennen und herunterfahren.
  • Passwörter über ein sauberes Gerät ändern.
  • Fernwartungsprogramme vom Rechner löschen lassen.
  • Zahlungsdienstleister und Banken informieren.
  • Anzeige bei der Polizei erstatten.

Ein Zahlungsdienstleister ermöglicht es Händlern, eine Vielzahl von Zahlungsarten anzubieten, ohne dass sie jede einzelne Zahlungsmethode selbst integrieren müssen. Zu den bekanntesten Dienstleistern gehören unter anderem PayPal, Klarna und Stripe. Diese Unternehmen sind spezialisiert auf die Abwicklung von Zahlungen im Internet und bieten ihren Kunden eine benutzerfreundliche Möglichkeit, online einzukaufen.

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