Ein Taxi-Korso könnte an diesem Donnerstag für erhebliche Behinderungen auf den Straßen zwischen Esslingen und Plochingen sorgen. Die Aktion soll Aufmerksamkeit erregen.
Ein Taxi-Korso wird am Donnerstagnachmittag durch Esslingen, Oberesslingen, Zell, Altbach und Plochingen rollen. An der Protestfahrt sollen sich mehr als 200 Fahrzeuge beteiligen, kündigen die Veranstalter an. Es ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
Start ist demnach um 13.30 Uhr am Esslinger Jägerhaus. Die Strecke soll über Römerstraße, Stettener Straße, Barbarossastraße, Krummenackerstraße, Geißelbachstraße, Berliner Straße, Ulmer Straße, Hauptstraße, Esslinger Straße und Schorndorfer Straße zur Außenstelle des Landratsamtes in Plochingen führen. Dort, am Sitz des Straßenverkehrsamtes, ist eine Kundgebung geplant.
Wann genau sie auf dem Stumpenhof ankommen, ließe sich schwer einschätzen, sagt Onur Gürsönmez, der Vorstandsvorsitzende des Taxiverbandes Baden-Württemberg, der die Protestfahrt zusammen mit dem Stuttgarter Taxiverband und der Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart initiiert. „Wir werden sehen, wie wir durchkommen.“ Die Taxis würden mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 30 Kilometern pro Stunde fahren und die Fahrer dabei ein lautstarkes Hupkonzert anstimmen. „Die Aktion soll auffallen“, betont Gürsönmez.
Taxiunternehmer und Fahrer aus der Region Stuttgart demonstrieren auf diese Weise gegen die aus ihrer Sicht mangelhafte Kontrolle von billigeren Fahrdienst-Plattformen wie Uber und Bolt. Vor allem das Esslinger Landratsamt steht diesbezüglich in der Kritik. Nach Angaben des Verbandes verschärft sich die Wettbewerbssituation durch die hohe Anzahl der von der Behörde erteilten Mietwagenkonzessionen.
Frustration der Taxifahrer steigt
Beklagt wird, dass zahlreiche im Kreis Esslingen zugelassene Mietwagen dauerhaft im Stadtgebiet Stuttgart unterwegs sind und nicht, wie vorgeschrieben, nach jeder abgeschlossenen Fahrt zu ihrem Betriebssitz zurückkehren würden. Entsprechende Beobachtungen seien über einen längeren Zeitraum dokumentiert und wiederholt an die zuständige Behörde übermittelt worden. „Trotz mehrfacher Hinweise sehen wir bislang keine spürbare Verbesserung der Situation“, stellt Gürsönmez eine „wachsende Frustration“ bei seinen Kollegen fest.
„Wir erwarten keine Sonderrechte für das Taxi“, sagt er klipp und klar. „Wir erwarten lediglich, dass die gleichen Regeln für alle gelten – und auch durchgesetzt werden.“ Die Demonstration soll ein Appell an Politik und Verwaltung sein, für faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen.