Thomas Stipsits (Manfred Schimpf, Mitte) sagt Servus. Und lässt Adele Neuhauser (Bibi Fellner) und Harald Krassnitzer (Moritz Eisner) künftig alleine ermitteln. Foto: ORF

Moritz Eisner und Bibi Fellner ermitteln unter Obdachlosen und decken einen florierenden Organhandel auf. War das Anschauen einen Sonntagabend wert?

Stuttgart - Was taugt „Unten“? Der neue „Tatort“ aus Wien in unserem Schnellcheck.

Die Handlung in zwei Sätzen Der Obdachlose Gregor Aigner (Jonathan Fetka) wird ermordet. Bei der Suche nach dem Täter decken Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) den Organhandel des Klinikunternehmens Senthamed auf.

Zahl der Leichen Sind leider nicht zu zählen. Jahrelang hat Senthamed Obdachlose ausschlachten lassen, um ihre Organe zu verkaufen.

Abschied Der Mann im Hintergrund sagt dem „Tatort“ Servus. Thomas Stipsits will nach 13 Einsätzen nicht mehr der Dritte im Bunde sein und den Gruppeninspektor Fredo Schimpf spielen.

Familiensache Regisseur ist Daniel Prochaska. Bei seinem ersten „Tatort“. Prochaska? Das kommt einem doch bekannt vor. In der Tat. Vater Andreas Prochaska ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Filmemacher, drehte etwa die Serie „Das Boot“ oder den Alpenkrimi „Das finstere Tal“.

Braumeister Diesem „Tatort“ ist nichts zu groß. Eine Anspielung auf die amerikanische Serie "Breaking Bad“ brachte man auch noch unter. In einem Wohnwagen wird die Droge Crystal Meth gebraut. Aber Vorsicht, das Zeug ist explosiv.

Unser Fazit Eine geschickt entworfene Geschichte, die sich nach und nach entwickelt und entfaltet. Leider ist das Ende völlig übertrieben, da wird es dann ziemlich tumb und plakativ, es tauchen Killer auf Motorrädern auf und die oberen Zehntausend benutzen die Armen als Organlager. Da ist man schon nahe dran an der Weltverschwörung.

Spannung Note 2; Logik Note 4

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