Wer immer dies ans Garagentor von Tischlermeister Michel Louis (Gerhard Liebmann, 2. v. links) gesprüht hat – er lag falsch. Foto: SR /Pasquale D‘Angiolillo

Wir haben gesehen: „Das Böse in dir“ mit dem Team aus Saarbrücken. Und war’s gut?

Was taugt „Das Böse in dir “, der neue „Tatort“ aus Saarbrücken? Unser Schnell-Check.

Die Handlung in zwei Sätzen

Ein Toter im Wald führt die Ermittler aus Saarbrücken in ein Dorf an der deutsch-französischen Grenze mit zwei bis aufs Blut verfeindeten Familien, und speziell Kommissarin Baumann führt’s tief in ihre private Vergangenheit. Am tragischen Ende entpuppt sich ausgerechnet der einzige Friedensstifter am Ort als Täter.

Zahl der Leichen

3

Das Team

Vladimir Burlakov, Daniel Sträßer, Brigitte Urhausen, Ines Marie Westerströer – der Saarländische Rundfunk hat ein goldenes Händchen gehabt bei der Schauspieler-Akquise. Die Vier behaupten nicht einfach die Verletzungen ihrer Figuren, sie bringen sie durch ihr Spiel zum Ausdruck.

Der Ort

Hohenweiler im Saarland ist fiktiv. Es gibt dagegen ein Hohenweiler in Vorarlberg, nördlich von Bregenz, direkt an der deutsch-österreichischen Grenze. Aber da sind alle durchweg katholisch.

Das Gute

Man ist so froh, dass es mit dem Kneipenwirt Clemens Scherf (Fabian Stumm) wenigstens einen Vernünftigen in diesem Irrenhaus gibt. Aber es reicht eine Szene, in der er sich mit kaltem Wasser das Gesicht abkühlen muss, um zu ahnen: auch hier ein Abgrund.

Der stärkste Satz des Abends

„Ist doch scheiße, wenn jetzt auch noch die Vernünftigen durchdrehen.“ (Kommissar Schürk)

Das Ende

Fast wie in „West Side Story“.

Fazit

Super. Mehr ist nicht zu schreiben.

Spannung

Note 1

Logik

Note 2-3