Mit 3,65 Metern Länge einer der kleinsten Geländewagen: Der neue Suzuki Jimny. Foto: Suzuki - Suzuki

Auch die neue Generation des Suzuki Jimny fühlt sich im Gelände richtig wohl.

EsslingenStraße mag er nicht so gerne, aber im Gelände fühlt er sich richtig wohl – der Suzuki Jimny. Daran hat sich auch bei der neuen Generation nichts geändert. Eher im Gegenteil: Während andere Offroader bei einer Neuauflage meist weichgespült daher kommen – um straßentauglicher zu werden -, bleibt Suzuki beim Jimny voll auf Geländekurs. Klein und kantig, das sind seine Merkmale, seit dem Debüt vor 20 Jahren. Okay, etwas moderner ist die zweite Generation des Jimny schon. Das zeigt sich etwa an den durchaus attraktiven Farben, sieben verschiedene, darunter drei Zweifarben-Lackierungen mit schwarzem Dach. In Verbindung mit der rustikalen Front ist der Jimny spätestens jetzt zum Hingucker geworden, er erinnert irgendwie an die G-Klasse von Mercedes – freilich in Mini-Ausgabe. Mit seinen 3,65 Metern Kürze wirkt er wie ein kleiner Abenteurer, der selbst in kleinste Parklücken passt, wenn er mal in der Stadt unterwegs sein sollte.

1,5-Liter-Benziner mit 102 PS

Die Fahrwerte des 1165 Kilogramm leichten Jimny auf der Straße, etwa in puncto Geschwindigkeit oder Antritt, sind zweitrangig – seine Stärken liegen in der Tat im Gelände, beziehungsweise auf unbefestigten oder rutschigen Fahrbahnen, auch dank 21 Zentimetern Bodenfreiheit. Der zuschaltbare Allradantrieb mit Geländeuntersetzung ist schon bei der Basisversion serienmäßig. Bereits ab 17 915 Euro gibt es den ausschließlich als Dreitürer lieferbaren Jimny, der einen 1,5 Liter großen Vierzylinder-Benziner unter der Haube hat. Dieser leistet 75 kW/102 PS, erfüllt die strenge Abgasnorm Euro6d-Temp und erreicht eine Spitze von bis zu 145 km/h. Der Verbrauch liegt laut Suzuki je nach Getriebevariante bei 6,8 oder 7,5 Litern (154 oder 170 g/km CO2).

Die Kraftübertragung des Jimny erfolgt serienmäßig über ein manuelles Fünfganggetriebe, optional ist ein Vierstufen-Automatikgetriebe verfügbar (ab 19 095 Euro). Serienmäßig ist auch eine Spurführungshilfe, ein Müdigkeitswarner und neben der Touchscreen-Navigation zum ersten Mal bei Suzuki auch eine Verkehrszeichenerkennung.

Das Gepäckabteil hinter der Hecktür ist mit 85 Litern kaum nennenswert. Es lässt sich durch Umklappen der im Verhältnis 50:50 geteilten Rücksitze auf 377 Liter Ladevolumen erweitern – 53 Liter mehr als beim Vorgänger. Dachhoch sind es immerhin 830 Liter.

Bereits die Einstiegsvariante Comfort umfasst eine Klimaanlage, ein CD-Radio mit MP3-Wiedergabe, Digitalradio (DAB), eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Lenkradbedientasten, elektrische Fensterheber vorn, einen Tempomaten mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Sitzheizung vorn, ein höhenverstellbares Lenkrad, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrisch einstellbare Außenspiegel, einen Lichtsensor und Nebelscheinwerfer.

Die höhere Ausstattungslinie Comfort+ (ab 19 985 Euro) hat zusätzlich unter anderem eine Klimaautomatik, ein Audiosystem mit Smartphone-Anbindung und Navigationssystem, eine Laderaumbox, ein Lederlenkrad, beheizbare Außenspiegel sowie LED-Scheinwerfer mit automatischer Leuchtweitenregulierung und Scheinwerferreinigungsanlage. Die Optik wird zusätzlich aufgewertet durch abgedunkelte hintere Fensterscheiben, 15-Zoll-Alufelgen, schwarz lackierte Außenspiegel und Türgriffe in Wagenfarbe.

Im Gegensatz zum Vorgänger ist eine Cabrioversion des neuen Jimny, Stand jetzt, nicht geplant. Die Planung könnte sich bis zum Frühjahr 2019 allerdings ändern, wenn die Verkaufszahlen für das neue Modell die Erwartungen übertreffen sollten. Insgesamt hat der japanische Kleinwagenspezialist von Januar bis Ende November 2018 auf dem deutschen Markt knapp 35 000 Fahrzeuge verkauft, was einem Marktanteil von 1,1 Prozent entspricht. Suzukis Zugpferde sind dabei der Vitara (SUV) und der Swift (Kleinwagen).

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