Reals Präsident Florentino Pérez gilt als ein großer Strippenzieher. Foto: dpa/Enrique de la Fuente

Der mächtige Präsident von Real Madrid ist mit der Idee einer Superliga im europäischen Fußball gescheitert. Wenn es nach ihm geht, aber nicht endgültig. Das hat auch mit den Finanzproblemen der hoch verschuldeten „Königlichen“ zu tun.

Madrid - Ein „ser superior“, hat Real Madrids Clubdirektor und Sturmlegende Emilio Butragueño mal seinen Präsidenten Florentino Pérez genannt: ein überlegenes Wesen. Der 74-jährige Unternehmer, einer der erfolgreichsten und mächtigsten Männer Spaniens, kam im Jahr 2000 zum Verein, sanierte die Kassen, polierte verstaubten Glanz auf, etablierte Real wieder als Epizentrum des Weltfußballs. Was Pérez auch anpackte, es gelang, und Freunde wie Feinde schrieben ihm grenzenlosen Einfluss zu – bis vorige Woche das Unvorstellbare passierte. Pérez wollte einer europäische Super League vorstehen, und er hat sie nicht bekommen. Einer nach dem anderen gingen ihm die Partnerclubs von der Stange, sogar die finanzierende Bank distanzierte sich. Der Prometheus hat verloren.

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