Zwei der drei neuen e-Boxer-Modelle Foto: Subaru Deutschland

Subaru hat seinen Einstieg in die Elektromobilität vollzogen und drei Modelle mit einem Mildhybrid-System ausgestattet, das den Benzinverbrauch und die CO2-Emissionen verringert.

Esslingen - Der große Wurf ist es nicht – aber immerhin ein Einstieg in die Elektromobilität: Subaru hat drei Modelle mit einem Mildhybrid-System ausgestattet, das den Benzinverbrauch und die CO2-Emissionen verringert. Dabei handelt es sich um den Geländewagen Forester, das Crossover-SUV XV und den kompakten Impreza. Alle drei sind mit permanentem Allradantrieb unterwegs und haben jeweils einen Boxermotor unter der Haube (laufruhig, niedriger Schwerpunkt), der nun mit einem kleinen Elektromotor unterstützt wird – zusammengefasst heißt es dann e-Boxer.

Während der 4,63 Meter lange Forester, dessen fünfte Generation 2019 in den Handel kam, ausschließlich mit dem vorgenannten e-Boxermotor erhältlich ist (ab 34 990 Euro), so ist für den 4,46 Meter langen Subaru XV als konventionelle Alternative auch noch der 84 kW/114 PS starke 1,6-Liter-Boxer verfügbar. Zwei verschiedene Antriebe gibt es also für den XV. Die Preisliste für das kompakte, 4,47 Meter lange Crossover-SUV startet bei 23 690 Euro, mit e-Boxer werden 30 690 Euro fällig. Das Mildhybridsystem besteht aus einem neu entwickelten 2,0 Liter großen Vierzylinders mit 110 kW/150 PS sowie einem Elektromotor, der 12,3 kW/16,7 PS leistet und aus einer Lithium-Ionen-Batterie gespeist wird. Diese Kombination sorgt für ein üppiges Drehmoment im unteren Drehzahlbereich und dadurch einen kraftvolleren Antritt, beispielsweise von der Ampel weg.

Seit kurzem ist auch der 4,48 Meter lange Impreza als Mildhybrid-Version im Angebot, ebenfalls mit dem 2,0-Liter-Benziner und dem kleinen Elektromotor (ab 29 990 Euro). Dadurch begnügt sich der Impreza laut Subaru durchschnittlich mit 6,3 Litern je 100 Kilometer, was CO2-Emissionen von 143 g/km entspricht. Wie der markentypische permanente Allradantrieb sind die Bestandteile des elektrifizierten Antriebs zudem symmetrisch angeordnet. Diese Positionierung sorgt den Angaben zufolge für einen niedrigeren Schwerpunkt, eine optimale Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse und damit für bestmögliche Fahrstabilität. In Verbindung mit dem serienmäßigen SI-Drive kann der Fahrer die Motorcharakteristik je nach Vorliebe anpassen.

Als Alternative zum e-Boxer wird auch für den Impreza weiterhin der 84 kW/114 PS starke 1,6-Liter-Boxer angeboten (ab 22 990 Euro). Die stufenlose Automatik Lineartronic überträgt das Antriebsmoment in beiden Fällen auf alle vier Räder, ausstattungsabhängige Schaltwippen am Lenkrad ermöglichen dabei eine dynamischere Gangart.

Doch nicht nur antriebsseitig hat Subaru nachgelegt: Der japanische Autohersteller (seit 1980 in Deutschland) hat das Sicherheitsniveau des Impreza nochmals angehoben. Zum serienmäßigen, sogenannten Eyesight-System, das unter anderem ein Notbremssystem mit Kollisionswarner und einen aktiven Spurhalteassistenten kombiniert, gesellt sich eine Fahrzeughalteautomatik, die ein Zurückrollen an Steigungen verhindert. In der Topausstattung finden sich der radargestützte Spurwechsel-, Totwinkel- und Querverkehrsassistent, ein Fernlichtassistent sowie das vom Forester bekannte Notbremssystem am Heck. Es erkennt auch beim Rückwärtsfahren mögliche Hindernisse, warnt den Fahrer und greift notfalls ein. Die ebenfalls neue Frontfahrkamera zeigt auf dem acht Zoll großen Touchscreen im Cockpit, was unmittelbar vor dem Fahrzeug passiert, und macht das Einparken zum Kinderspiel.

Der Elektromotor alleine kann die neuen Mildhybrid-Modelle zwar nur eine kurze Strecke antreiben (laut Subaru circa 1,6 Kilometer, maximal 40 km/h), hilft aber dem Benziner beim Beschleunigen und Spritsparen. Subaru zufolge gelingt beispielsweise mit dem XV der Sprint auf 100 km/h in 10,7 Sekunden – was für ein Gewicht von 1550 Kilogramm durchaus akzeptabel ist – und die Spitze liegt bei 193 km/h. Den Normverbrauch des XV, nach WLTP-Messung, gibt Subaru mit bestenfalls 6,5 Litern Benzin (CO2: 149 g/km) an. Die kleine, unterflur angebrachte Lithium-Ionen-Batterie wird von der beim Bremsen entstehenden kinetischen Energie und vom überschüssigen Drehmoment des Verbrenners gespeist. Ein externes Aufladen an einer Steckdose ist bei Mildhybrid-Modellen nicht möglich.

Der japanische Autohersteller setzt nach und nach auf die (dringend nötige) Elektrifizierung seiner Baureihen und will den Anteil entsprechender Fahrzeuge bis 2030 deutlich ausbauen. Mindestens 40 Prozent des weltweiten Absatzes sollen zu diesem Zeitpunkt auf Hybrid- und Elektrofahrzeuge entfallen. Die Subaru Corporation ist einer der führenden Industrie- und Mobilitätskonzerne in Japan. Das Automobilgeschäft bildet dabei die tragende Säule und macht mehr als 90 Prozent des Konzernumsatzes aus.

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