Michael Wilhelmer beim Fassanstich seines Mini-Wasen im Schlachthof vor drei Wochen. Foto: Lichtgut/Julia Schramm

Volksfestwirt Michael Wilhelmer ist Corona-positiv. „Nach leichten Symptomen“ sei er „symptomfrei“, sagt er unserer Zeitung und warnt vor einer Ansteckung. Nach negativen Tests des Personals gehe der Betrieb in seinen Lokalen weiter.

Stuttgart - Wo er sich angesteckt hat, weiß er nicht. „Wie wir alle wissen, lauert die Gefahr aktuell überall“, betont der bekannte Stuttgarter Gastronom Michael Wilhelmer. Auch sein Sohn, der in seinem Betrieb mitarbeitet, ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. „Glücklicherweise geht es uns beiden gut“, versichert der Volksfestwirt. Beide begaben sich sofort in Quarantäne, nachdem sie „leichte Symptome“ bei sich festgestellt hatten. Ihre Quarantäne-Zeit sei am Freitag offiziell vorbei.

„Im Amici gab es weder bei den Gästen noch bei den Mitarbeitern irgendeinen Corona-Fall, sowohl vor unseren positiven Ergebnissen wie auch danach“, erklärt Wilhelmer gegenüber unserer Zeitung und berichtet: „Ich hatte mich sofort beim Gesundheitsamt gemeldet, um eine Nachverfolgung zu ermöglichen und vor allem um meine Kontaktpersonen und die von meinem Sohn gleich zu informieren.“ In den Lokalen hätten sie „konsequent und durchgängig“ Mund- und Nasenschutz getragen.

Lob für das Stuttgarter Gesundheitsamt

Der Wirt lobt das überlastete Gesundheitsamt: „Das hat super schnell geklappt, innerhalb von 24 Stunden sind alle Kontaktpersonen und unsere Mitarbeiter, die mit mir oder meinem Sohn in Kontakt standen, informiert gewesen, getestet und vorsorglich in Quarantäne geschickt worden.“ Bei fast allen sei das Ergebnis negativ ausgefallen – allerdings mit zwei Ausnahmen. „Lediglich zwei Personen, die mit mir in Kontakt waren, aber nicht in unserer Gastronomie, waren positiv“, berichtet Wilhelmer. Dabei handele sich um einen Fahrer und eine Person, die ihn in Bausache begleitet. „Beide saßen mit mir länger als eine eine Stunde im Auto.“

Seine gastronomischen Betriebe sind weiterhin geöffnet. „Glücklicherweise war bei unserer Kontaktliste keine Virusverbreitung festzustellen“, sagt der Wirt und appelliert, auf die Gefahren zu achten und sich vor Ansteckungen zu schützen. Nachdem die Infektionszahlen in Stuttgart rasant angestiegen waren, hatte Wilhelmer seinen „Mini-Wasen“ vorzeitig abgebrochen.

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