Alisa Scetinina mixt im Hintergrund live die Musik für Friedemann Vogels Solo „Die Seele am Faden“. Foto: Andrea Veroni

Alisa Scetinina zaubert im Stuttgarter Schauspielhaus live Klänge für Friedemann Vogels Solo „Die Seele am Faden“. Wie sich die Ex-Balletttänzerin als Performerin neu erfunden hat.

Einer Marionette gleich hängt Friedemann Vogel zu Beginn seines Solos „Die Seele am Faden“ leblos in den Seilen. Derzeit sorgt der getanzte Kommentar auf Kleists berühmten Essay „Über das Marionettentheater“ im Rahmen des Ballettabends „Interaktion“ im Stuttgarter Schauspielhaus für viel Jubel. Mit auf der Bühne ist die Performerin und Musikerin Alisa Scetinina. Ihre Atemgeräusche begleiten das Erwachen der Puppe im Vordergrund. Später erinnert sie mit hölzernem Sound an die klackernden Glieder einer Marionette und moduliert für denn projizierten Avatar Vogels auf einem analogen Synthesizer eine Tonfrequenz , die zu den Bewegungen des digitalen Abbilds passt.

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