Kickers-Trainer Ramon Gehrmann im Gespräch mit dem Schiedsrichter rund um die Aktion. Foto: Baumann

Die Stuttgarter Kickers haben auf Trainer-Anordnung ein absichtliches Eigentor erzielt. Eine Fairplay-Geste, die deutschlandweit viral geht. Für die Außenwahrnehmung des Clubs ist das Gold wert.

Stuttgart - Die Stuttgarter Kickers sind in aller Munde. Deutschlandweit geht ein Video vom Spiel der Blauen gegen Nöttingen viral. Was war passiert? Ein Kickers-Spieler bekam nicht mit, dass zuvor ein Nöttinger Spieler den Ball absichtlich ins Aus befördert hatte und brachte den Ball nach einem Einwurf an den eigenen Mann. Aus diesem Angriff resultierte das 2:0 für die Blauen durch Giles. Das Tor zählte, aber Nöttingen protestierte. Kickers-Trainer Ramon Gehrmann befragte den Schiedsrichter, der signalisierte, dass der Ball vor dem Einwurf tatsächlich absichtlich ins Aus geschossen wurde. Gehrmann reagierte sportlich äußerst fair und wies seine Mannschaft an, nach dem Nöttinger Anstoß das Eigentor zu fabrizieren. Schlussendlich erzielte Lukas Kling aus 45 Metern ein geplantes Eigentor.

Wenige Stunden später war das Netz voll mit Videoclips der Szene. Große Medienaccounts teilten das Video, auch Fußball-Connaisseur Arnd Zeigler griff mit seinem Account „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ die Szene auf. Für die Kickers ist die Aktion Gold wert. Zuallererst natürlich, weil eben solche Fairplay-Gesten sich sehr positiv abheben von dem oft durch das Streben nach dem eigenen Vorteil geprägten Sport. Aber eben auch, weil der Club nun in aller Munde ist – ein Hauptgewinn für das Image und die Außenwahrnehmung des Oberligisten aus Degerloch.

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