Der graue Mercedes ist im Boden eingesunken, weil durch den Wasserrohrbruch der gepflasterte Belag unterspült wurde und dadurch ein Hohlraum entstanden ist. Foto: SDMG/Willinger Quelle: Unbekannt

In der Haußmannstraße ist gestern gegen 10 Uhr ein Wasserrohr gebrochen. Der Untergrund wurde so stark beschädigt, dass ein Auto, das auf dem Kopfsteinpflaster abgestellt war, eingesunken ist. Die Reparatur des Belags ist aufwendig, daher wird die Straße für einige Tage gesperrt bleiben.

Von Erdem Gökalp

Es sah ein wenig aus, wie eine Szene aus einem Katastrophenfilm: Wasser kam aus dem Boden und überflutete die Straße, das Kopfsteinpflaster lockerte sich und ein großes Loch entstand. Um das Bild zu vervollständigen, ist ein grauer Mercedes leicht in dem Loch versunken. Es waren die Folgen des Wasserrohrbruchs.

Das Rohr ist gestern gegen 10 Uhr gebrochen. „Es handelt sich um eine 15 Zentimeter dicke Wasserleitung“, sagte Netze BW-Sprecher Hans-Jörg Groscurth. Passanten verständigten die Polizei, als sie entdeckten, dass eine große Menge Wasser die Haußmann-straße abwärts in Richtung Talstraße lief. Aufgrund des Wasseraustritts musste die Haußmann-straße zwischen Bosler- und Talstraße gesperrt werden. Da die Straße nicht stark befahren wird, seien die Auswirkungen nicht sehr groß, so Groscurth. Jedoch werden die Reparaturarbeiten einige Zeit beanspruchen. „Da es sich um einen aufwendigen Bodenbelag handelt, muss erst eine Firma gefunden werden, die ihn reparieren kann“, so der Sprecher. Der Stördienst der Netze BW war vor Ort, um zumindest die undichte Stelle des Rohrs zu finden und zu reparieren. Für diese Arbeiten musste zusätzlich das Wasser abgestellt werden. Dadurch waren 15 Haushalte bis zum Ende der Arbeiten von der Wasserzufuhr abgeschnitten. „In dem Bereich der Haußmannstraße dürften einige Mehrfamilienhäuser betroffen gewesen sein“, so der Sprecher.

Das Loch sei ebenfalls wegen des gepflasterten Bodens entstanden. Nach aktuellem Erkenntnisstand wurde dieser mit Wasser unterspült. Dadurch entstanden Hohlräume unter der Oberfläche. Die Folge war, dass sich die Pflastersteine lockerten und das ungünstig geparkte Fahrzeug dadurch leicht in den entstandenen Hohlraum absank.

Laut Polizeisprecher Tobias Tomaszewski scheint an dem grauen Mercedes kein sichtbarer Schaden entstanden zu sein. Da die Besitzer nicht gefunden werden konnten, wurden insgesamt vier Fahrzeuge von der betroffenen Stelle abgeschleppt. „Üblicherweise werden die Autos in der Nähe wieder abgestellt“, so der Polizeisprecher. Die Besitzer werden nach dem ersten Schock nicht lange nach dem Auto suchen müssen.

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