ach Ansicht des Stuttgarter Oberbürgermeisters Frank Nopper (l.) sollten die Kirchen selbstbewusster auftreten. Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Bernd Weißbrod

Kirchen sollten nach Ansicht von Stuttgarts OB Frank Nopper selbstbewusster auftreten. Klare Glaubensüberzeugungen schafften mehr Respekt als Gleichgültigkeit, betonte er.

Nach Ansicht des Stuttgarter Oberbürgermeisters Frank Nopper (CDU) sollten die Kirchen selbstbewusster auftreten. „Glaubens- und Bekenntnisstärke schafft mehr Achtung, Respekt und Verständnis bei Andersdenkenden und Andersgläubigen als Gleichgültigkeit, Positionslosigkeit und laues Christentum“, sagte er bei einer Veranstaltung der Stiftung für Grundwerte und Völkerverständigung in Stuttgart.

Der Reformator Martin Luther habe gelehrt, dass man für seine Überzeugungen einstehen müsse, auch wenn sie „dem Mainstream widersprechen“. Das gelte auch heute, so der evangelische Christ. Vor Ort hätten die Kirchen nach wie vor eine große Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt: „Sie wirken in ihren sozialen Diensten und in ihren Erziehungs- und Bildungseinrichtungen für das Gemeinwohl und haben deswegen nicht nur die Partnerschaft, sondern die freundschaftliche Partnerschaft der Kommune verdient.“

Die Stiftung für Grundwerte und Völkerverständigung ist eine Organisation, die sich der „Verantwortung vor Gott und den Menschen“ verpflichtet weiß, wie es in der Präambel des Grundgesetzes formuliert ist. Ihr Ziel ist es, diese Grundwerte wachzuhalten und die Völkerverständigung zu fördern.