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In Stuttgart dreht sich alles ums Auto

In Stuttgart schlägt das Herz der deutschen Automobilindustrie. Gleich zwei Weltkonzerne haben ihre Heimat in der Stadt am Neckar: Mercedes-Benz und Porsche. Beide Automarken blicken auf eine lange und sehr erfolgreiche Historie zurück. Zu Stuttgart gehört ebenfalls die legendäre Solitude Rennstrecke; auf ihr fanden in den 1960er-Jahren sogar Formel-1-Rennen statt. Für Fans klassischer Fahrzeuge gibt es in der Landeshauptstadt somit viel zu entdecken.

Ein Blick zurück auf die Anfänge des Autos

Im Jahr 1885 baute Carl Benz das weltweit erste Automobil. Das Gefährt hatte drei Räder und nur 1 PS. Seine Höchstgeschwindigkeit lag bei 16 Kilometern pro Stunde. Der Benz-Patent-Motorwagen 1 ist nur eines der rund 1.500 Exponate des Mercedes-Benz-Museums in Stuttgart-Bad Cannstatt. Es wurde 2006 eröffnet und ist mit mehr als 10 Millionen Besuchern eines der meistbesuchten Museen in Deutschland. Auf den über 16.000 Quadratmetern gibt es viel zu entdecken. Die Ausstellung zeigt auch, wie das Auto unser Leben in den letzten 100 Jahren verändert hat. Ein gutes Beispiel dafür ist ein historisches Mercedes-Löschfahrzeug. Es ersetzte 100 Feuerwehrleute, die vorher Brände noch mit Pferdefuhrwerken und Holzeimern bekämpfen mussten. Auch Fahrzeuge berühmter Persönlichkeiten wie Konrad Adenauer, dem ersten deutschen Bundeskanzler, sind hier ausgestellt. Besucher sollten sich die Zeit nehmen, auch die extravagante Architektur des Museums zu bewundern. Zu diversen Themen werden Sonderführungen angeboten.

Rennboliden der Vergangenheit und Zukunftskonzepte unter einem Dach

Das Museum der Firma Porsche liegt auf der anderen Seite der Stadt, in Stuttgart-Zuffenhausen. Hier geht es weniger um die Entwicklung des Automobils, sondern vor allem um den Rennsport. Porsche feierte mit seinen Fahrzeugen auf allen großen Rennstrecken Erfolge. Vom ersten Modell des noch heute gebauten Porsche 911 bis zu seltenen Formelfahrzeugen sind im unternehmenseignen Museum zahlreiche Renn- und Straßenwagen der Firma ausgestellt. 2009 eröffnete das Museum, seither besuchen es jedes Jahr rund 450.000 Fans. Dass der Rennsport geradezu in der DNA des Unternehmens steckt, können die Besucher bei der Beschäftigung mit dem Firmengründer erfahren. Ferdinand Porsche baute schon Rennwagen, als das Auto noch eine gänzlich neuartige Erfindung war – und manche noch daran zweifelten, dass es sich gegen die Pferdekutsche durchsetzen würde. Bis zum aktuellen Topmodell der Marke, dem E-Auto Porsche Taycan, war es ein langer Weg. Das Auto der Zukunft wird in Stuttgart gebaut und ist bereits im Museum zu sehen.

Eine Rennstrecke im Herzen der Stadt

Die Solitude ist legendär: Die ehemalige Rennstrecke schlängelt sich rund um das gleichnamige Schloss im Westen Stuttgarts, heute ist sie Teil des regulären Straßennetzes. Von 1961 bis 1964 wurden auf ihr Rennen der Formel 1 ausgetragen. Die Wagen rasten mit rund 250 km/h an Wohnhäusern und kleinen Läden vorbei. Alle zwei Jahre lässt man die guten alten Zeiten für ein paar Tage wieder aufleben. Beim Solitude Revival flitzen klassische Rennwagen über die abgesperrte Strecke, angefeuert von rund 10.000 Besuchern.

Museumsbesuche und mehr in der Stadt am Neckar

In jedem Fall sollten sich Automobilfans Zeit für ihren Besuch in Stuttgart nehmen: An einem Tag lassen sich längst nicht alle Highlights der Stadt genießen. Denn neben den Museen gibt es auch Werksführungen, sogar eine kleine Spritztour mit einem Traumauto von Porsche oder Mercedes-Benz ist möglich. Ein schönes Hotelzimmer oder eine charmante Ferienwohnung ist in der gastfreundlichen Weltstadt schnell und einfach gefunden. Denn außer Automobilgeschichte bietet Stuttgart seinen Besuchern viele kulturelle Highlights und Veranstaltungen, sodass sich ein mehrtägiger Aufenthalt auf jeden Fall lohnt.

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