Demonstranten nehmen an einer Demonstration gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien teil. An diesem Samstag soll in der baden-württembergischen Landeshauptstadt eine weitere Demonstration gegen die Offensive stattfinden. Foto: dpa

Wieder demonstrierten Kurden gegen die türkische Militäroffensive in Syrien - diesmal in Stuttgart und Mannheim. Die Polizei war mit einem Großaufgebot dabei.

Stuttgart (dpa)Mehrere Hundert Menschen haben sich nach Polizeiangaben an zwei Demonstrationen in Stuttgart und Mannheim gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien beteiligt. Mit einem Großaufgebot habe die Polizei am Samstag auf die von Kurden organisierten Veranstaltungen reagiert, wie die Polizei mitteilte. Den Angaben zufolge blieb es weitgehend friedlich. Es kam in den Innenstädten von Stuttgart und Mannheim wegen der Demonstrationen jedoch zu Verkehrsbehinderungen.

Um Ausschreitungen zu verhindern, wurden mehrere Hundert Beamte aus ganz Baden-Württemberg eingesetzt. In Stuttgart wurde die Polizei von Beamten aus Niedersachsen unterstützt.

Das Konzept der Polizei sei aufgegangen, sagte eine Sprecherin in Mannheim. Es sei gelungen, Gewalt und Störungen zu verhindern. Im Vorfeld der Demonstration in Stuttgart kontrollierte die Polizei den Angaben zufolge mehr als 100 Menschen und beschlagnahmte unter anderem Sturmhauben und ein Klappmesser. Es wurden mehrere Platzverweise ausgesprochen, sagte ein Polizeisprecher.

In Stuttgart demonstrieren seit zweieinhalb Wochen täglich Kurden. Die Polizei sei jeden Abend teils mit bis zu 400 Beamten im Einsatz, hieß es. Vor zwei Wochen waren mehr als 20 Polizisten leicht verletzt worden, nachdem es bei einer Demonstration Ausschreitungen gegeben hatte. Auch in den kommenden Tagen wird mit Protesten gerechnet.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: