Zuletzt war Deniz Undav bei der Nationalmannschaft außen vor. Jetzt hat sich der Stürmer des VfB Stuttgart mit deutlichen Worten zurückgemeldet.
Wie vor Europapokalspielen üblich, nimmt auf dem Podium der Pressekonferenz neben dem Cheftrainer stets auch ein Spieler Platz. Vor dem Aufeinandertreffen des VfB Stuttgart in der Europa League mit Maccabi Tel Aviv am Donnerstag (18.45 Uhr) war Deniz Undav an der Reihe. Und der Stürmer, nie um ein klares Wort verlegen, wurde seiner Rolle wieder mal gerecht.
Es ging – unter anderem – um die Nationalmannschaft. Dort war Deniz Undav eine Zeit lang fester Bestandteil, unter anderem Teil des EM-Kaders 2024, bis ihn Bundestrainer Julian Nagelsmann plötzlich nicht mehr berücksichtigte. Was den 29-Jährigen sichtlich wurmt, wie seine Aussagen am Mittwoch deutlich machten. Angesichts seines aktuellen Formhochs mit sieben Toren aus den vergangenen acht Spielen formulierte Undav selbstbewusst: „Ich brauche mich nicht zu verstecken. Der Bundestrainer weiß, was er an mir hat – auf und neben dem Platz.“
Undav will unbedingt zur WM
Undavs Ziel ist klar: Die WM im kommenden Jahr. „Mein Job“, führte der fünffache Nationalspieler weiter aus, „ist es so weiterzumachen und es dem Bundestrainer so schwer wie möglich zu machen, dass er mich mitnehmen muss“. Auch wenn er um die große Konkurrenz wisse: Sein Fokus liege weiter darauf, Tore zu erzielen und vorzubereiten sowie mit dem VfB erfolgreich zu sein. Undav: „Dann . . . was heißt kein Weg. Es gibt immer einen Weg, an einem vorbeizugehen. Aber dann ist es auf jeden Fall schwer für den Bundestrainer.“
Klare Worte des Stürmers in Richtung Julian Nagelsmann, die dieser sicher vernehmen wird. Andererseits: Bis zur WM ist es noch lange hin. Und auch bis zum nächsten Treffen der Nationalmannschaft. Das findet erst im März statt.