Umzug durch Neuhausen: Die fränkische Brauchtumsgruppe „Pumpernickel Greding“ schwang die Peitschen. Foto:  

Neuhausen war am Sonntag fest in närrischer Hand. Der Straßenumzug ist einer der Höhepunkte der fünften Jahreszeit im Kreis Esslingen.

Der große Umzug am Sonntagnachmittag war einer der Höhenpunkte im seit dem Schmotzigen Donnerstag tobenden närrischen Treiben in der Fasnets-Hochburg Neuhausen. Zum 61. Umzug des Narrenbunds Neuhausen strömten Tausende in die Fildergemeinde. Schon lange vor dem Start um 13.33 Uhr säumten den kalten Temperaturen trotzend die bestens gelaunten Fasnetfans die Straßen: Jeder wollte sich einen optimalen Platz sichern. „Es ist toll, dass wieder so viele Zuschauer aus Nah und Fern bei unserem Umzug mit dabei sind“, freute sich Ronald Witt, der Präsident des Narrenbunds.

Umzug in Neuhausen mit mehr als 70 Gruppen

Dem närrischen Volk wurde einiges geboten: Schier endlos zog sich eine lange Schlange mit mehr als 70 Gruppen über die zwei Kilometer lange Umzugsstrecke. Mit dabei waren alle Formationen des Narrenbunds, aber auch befreundete Narrengruppen aus ganz Baden-Württemberg garantierten Vielfalt und eine ausgelassene Stimmung. Mit ihren fantasievollen Masken und Kostümen gaben die Zünfte von Tuttlingen bis Kornwestheim ein buntes Bild ab. Zudem sorgten die Narren für reichlich Schabernack und Tollerei. Auch für den guten Ton war gesorgt. Neben traditionellen Musikvereinen stießen einige Guggenmusiken kräftig ins Horn – manchmal reichlich schräg, doch immer lautstark und mit voller Begeisterung. Fazit: Es war ein toller Nachmittag, an dem die Akteure ebenso viel Spaß hatten wie die begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauer.